Montag, 19. August 2019

Niederrheincon 2019: Ein gähnender Sonntag





Okay, da im Moment gefühlt irgendwie ständig von „Con-Sommer“ die Rede dieses Jahr wahr, will ich für mich diesen dann auch mit einer letzten Con beschließen. Und zwar hatten wir ja alle im letzten Jahr diese omniösen Flyer irgendwie in die Hand bekommen die eine „Eulencon“ beworben hatten. Dieses Zusammenspiel aus den ursprünglich vereinten Kräften des Uhrwerk-Verlags und einer beinahe unbekannten Größe namens „Brettspielkiste“ wahr für den August 2019 angesetzt gewesen und erfuhr einen jähen Dämpfer, als der Uhrwerk-Verlag im Juni seine Insolvenz bekannt gab.
Aber anscheinend wahr das noch nicht das Ende der Con-Idee für Wesel an sich. Denn auch wenn der Major Player damit ausgeschaltet wahr, dachte sich wohl der Junior-Partner, Markus Pomorin, irgendwie „Jetzt erst recht!“. Und somit wurde anscheinend in einer gefühlten Nacht-und-Nebel-Aktion einmal das komplette Konzept einmal auf Links gedreht und mit einem hochengagierten Team alles auf NiederrheinCon getrimmt.
Weswegen ich mich auch dazu entschieden hatte zumindest einen Tag in Wesel zu bestreiten. Und wie es die Umstände so wollten, sah ich mich dazu gezwungen den Sonntag als Anfahrtag zu nehmen. Wesel ist jetzt nich unbedingt mein Pflaster und von daher verlief ich mich zu erst auch beinahe. Ich meine: Es wahr wirklich ein Glück, dass ich noch rechtzeitig festgestellt hatte, das die Straße mit einem Mal einen anderen Namen hatte. (Sonst hätte ich vermutlich einmal eine Stadtwanderung rund um Wesel hingelegt.) Wenigstens kann man Sagen: Ein paar entsprechend befragte Bewohner später irrte ich nur noch an der Niederrheinhalle selbst rum, weil deren Eingang eher versteckt wahr.

Die erste große Enttäuschung stellte sich dann aber auch gleich direkt an der Kasse ein: Die Kaffee-Flat-Tassen waren bereits vollständig verkauft worden. (Also keine neue Tasse, die irgendwie zu Bruch hätte gehen können.)

Und um einfach mal den Vergleich zu schalten, was meine bisheringen Eindrücke an neuen Veranstaltungen in den letzten zwei Jahren angeht: Die Halle wahr extrem leer. (Zugegeben: Dadurch das wir Sonntag hatten und das Ganze eine noch sehr junge Geschichte ist, wahr das auch nicht anders zu erwarten. Allerdings hätte ich doch irgendwie mit einer etwas anderen Verteilung gerechnet.) Insofern wahr allerdings auch der eigentliche erste Rundgang verhältnismäßig schnell durchgeführt worden, um sich überhaupt einen Überblick zu verschaffen. Und hier bemerkt man dann, das dann doch ein paar Dinge etwas verschoben aus meiner Warte mittlerweile ist: Obwohl ich halt eben sowohl zum ersten mal zwangsweise auf dieser Con wahr, war das Ganze dann doch schon beinahe so etwas wie ein Heimspiel, weil man irgendwie genügend gesichter dann doch kannte. Oder selbst die Nasen, die man eben nicht kannte, zumindest mittlerweile genügend vertraute Namen darstellen, das meine geradezu ins neurotische übergehende Informiertheit hier doch ständig verknüpfungen schließen konnte.
Aber das alles mal der Reihe nach: Von Marcel Hill von Prometheus Games (die gefühlt zum ersten mal seid Jahren wieder in der Öffentlichkeit aktiv aufgetreten sind) erfuhr ich, dass zumindest der Samstag um einiges Besser besucht wahr. Und danach rannte man dann schon beinahe in gewisse andere Stände rein, die einem zu bestimmten Gesprächen zwangen: Der größte Stand am Platz (der auch nur 4*4 Meter groß wahr, weil ihnen ein Verbindungsstück fehlte, um die ursprünglich angepeilten 5*5 Meter zu komplettieren) hatte natürlich die Brettspielkiste aus Dinslaken inne. Jetzt muss man hinzufügen: Ich komme aus Dinslaken und bin dadurch natürlich ein paar mal in dem Ladenlokal gewesen. Allerdings hat dieses Ladenlokal führ mich extrem ungünstige Öffnungszeiten, weswegen ich dann auch nur verhältnismäßig selten drin wahr. Trotzdem hatte ich damals ein paar nette Gespräche mit den Ladeninhabern geführt. Und der Kompanion von Markus Pomorin, dessen Namen ich natürlich nicht kenne, hat sich mein Gesicht anscheinend bei einem dieser Gespräche eingeprägt und wohl irgendwie unter „Stammkundschaft“ abgespeichert. Weswegen wir ein paar sehr nette Worte wechseln konnten und ich dabei die entsprechenden Geschichten über den Aufbau des Standes erfahren konnte und die Geschichte des Farbständers, der natürlich mitanreisen musste, erfahren habe. (Im übrigen fiel mir dabei schon auf, dass die Brettspielkiste am Stand ein paar Miniaturen von Freebooter Miniatures hatten, die mir zum einen in meiner Sammlung noch fehlten, im Shop von Freeboter Miniatures nicht mehr auftauchen und nichts mit Freebooters Fate zu tun haben. Doch das sollte später noch zu einem etwas seltsamen Moment führen.)
Ansonsten sollten aus der Rollenspielszene noch Aborea, System Matters und natürlich der Uhrwerk Verlag anwesend sein. (Wobei man sagen muss, dass gerade Aborea eine dermaßen kleine Standfläche hatte, dass sie mir erst sehr spät überhaupt aufgefallen sind.) Der Uhrwerk Verlag wahr mit einer Auswahl seiner Sachen da, die ich zumindest kurz überflog und das eigentlich spannende wahr dann doch eher für heute der System Matters Verlag. Zum einen hatte ich mir die beiden Workshops fest vorgenommen und zum anderen hatte ich noch mein Exemplar von Abenteuer-Gestallten im Gepäck (und da ich auf der Spiel letztes Jahr meinen Kontakt mit Andreas Melhorn bereits erneuert hatte, sollte das auch eigentlich nur ein geringes Problem sein.) Doch stattdessen kam erstmal ein etwas anderer Aspekt ins Spiel, was unsere Szene unter dem Aspekt des online Lebens betrifft: Man kennt sich unter Pseudonym. Gelegentlich weiß man auch in etwa, wie die jeweils andere Person theoretisch aussieht. Trotzdem begegnet man sich stellenweise erst nach Jahren zum ersten mal. In diesem Fall betraf das den guten Purple_Tntcl (von dem ich gerade merke, das er seinen Blog auf Privat gestellt hat), der ja damals das Vlogtaculum mitorganisiert hatte. (Und dem ich vor unserer gemeinsamen Nerdpolzeit schon häufiger als das Sprichwörtliche „Ding aus dem Kommentarfeld“ aufgefallen wahr.) In dem Fall wahr es ein „Stimme wiedererkannt, aber irgendwas stimmte mit dem Gesicht nicht“. Mir persönlich wahr zumindest nicht bewusst gewesen, dass er irgendwann angefangen hatte, sich einen Bart wachsen zu lassen. Aber auch Amel erwischte ich in dem Moment direkt am Stand und konnte ihn gerade so daran hindern, die Kappe wieder auf den Stift zu stecken, den er benutzt hatte, um ein anderes „Abenteuer gestallten“ zu signieren. (In diesem Falle wahr es dann ein „Mission acomplished“.)
Die beiden Workshops drehten sich dann um die Themen „Abenteuer aufschreiben“ (was im weitesten Sinne dann eigentlich ein „Wie komme ich als Schreiberling vielleicht in den Dunstkreis von Verlagen rein?“ wahr, wobei Amel auch ganz klar einige praktische Vorschläge gab, dass man sich zuerst an so etwas wie einem OnePage-Abenteuer versuchen sollte. Oder aber, weil das wohl der neue heiße Scheiß wäre, an einem „Adventure Pamphlete“.) Unabhängig davon gab es auch nochmal ein paar Hinweise zu kreativem Arbeiten und natürlich der übliche Hinweiß darauf, dass mit dem Schreiben im RPG-Segment kein Geld zu machen sei. (Und natürlich, dass das Ganze ebenfalls Arbeit währe.)
Der zweite Workshop drehte sich um den s.g. „Anhang N“, eine Liste von Autoren, die Gary Gigax bei der Entwicklung von D&D mit inspiriert hatte. Dieser Workshop sollte laut ursprünglicher Planung von Daniel Neugebauer geleitet werden, wobei Amel dann von der Seite gelegentlich dumme Kommentare einwarf. Nur: Wir alle wissen, wie Daniel Neugebauers Stimme nach einem Messetag auf Höchstleistung aussieht… also sie ist nicht mehr da. Dementsprechend musste Andreas Melhorn also sein Wissen aufgreifen, um die Stimmbänder seines Kollegen zu entlasten und gab einen groben Überblick über die fünf großen Namen dieser Liste, welche sich aus zwei Amerikanern, einem Amerikaner, der eigentlich ein Brite sein wollte und zwei Briten zusammensetzte. (Namentlich waren mit dieser Umschreibung Fritz Leiber, Robert E. Howard, H.P. Lovecraft, J.R.R. Tolkien und Michael Moorcock gemeint.) Soweit wie die beiden Leiter tatsächlich etwas zu den entsprechenden Autoren sagen konnten teilten sie dieses Wissen tatsächlich und erwähnten auch, warum es sich mittlerweile vermutlich wieder lohnen könnte, tatsächlich einen Blick in diese Originale zum jetzigen Zeitpunkt zu werfen. (Ganz davon ab: Sehr viele Autoren dieser Liste sollten mittlerweile zumindest nach amerikanischem Recht Gemeingut sein. Das heißt: Je nachdem wie man sich im Internet herumtreibt sollte man in der Lage sein auf legalem Wege zumindest an ebooks der entsprechenden Schriften in englischer Sprache zu kommen. Aufgrund des deutschen Rechts in diesem Bereich wird uns zwar der Zugriff auf die entsprechenden Schriften von Project Gutenberg verwehrt. Aber wo ein VPN ist, sollte auch ein Weg sein.) Und ich muss hierbei hinzufügen: Da ich ja nicht völlig unbeleckt bin habe ich einfach mal die Rolle der dummen Kommentare aus dem Publikum übernommen. ;) )

Den Rest meines Messeaufenthaltes habe ich dann im Grunde mit Besorgungen und dem zuschauen von ein paar Freebooters-Spielen verbracht. Und damit kommen wir dann zu der Geschichte mit den Freebooter-Miniaturen. Als ich nämlich tatsächlich dann am Stand von der Brettspielkiste mir das vorhanden Angebot ansah (und dabei natürlich sehr direkt meine Aufmerksamkeit den ausgestellten Waren von Freebooter Miniatures wittmete überhörte ich eher zufällig nur gerade, wie sich der Co-Inhaber des Ladens mit einer anderen Person darüber unterhielt, ob er nicht ein paar Waren mitnehmen wollte. Und wie aus heiterem Himmel wurde ich dann plötzlich angesprochen, ob ich das Spiel spielen würde. Etwas überrumpelt gestand ich ganz ehrlich, dass ich zumindest mit dem Gedanken spiele das Ganze anzufangen und bereits die Startbox der Amazonen hier auf meinem Pile of zusammengeklebte, aber unbemalte Miniaturen sich befände.
Kurz gesagt: Wenn ich jetzt alle weiteren Kommentare im Nachhinein mir durch den Kopf gehen lasse befürchte ich, dass ich da unerkannt ein paar Worte mit Werner Klocke gewechselt habe. Das ist in gewisser Weise ein Urgestein in der Miniaturenszene als Figurenkneter, dessen Arbeit ich eher zufällig über Reaper Miniatures zu schätzen gelernt hatte. (Um das zu erklären: Reaper Miniatures haben zumindest auf ihren Blistern mit Metall-Miniaturen immer die Namen der entsprechenden Personen drauf gedruckt, die die entsprechende Miniatur entworfen hat. Und ich habe irgendwann festgestellt, dass sich bei sehr fielen meiner Lieblingsminiaturen aus diesem Bereich sich ein bestimmter Name ständig wiederholte: Werner Klocke. In gewisser Weise Fanboye ich also dessen Werk schon eine Weile.)

Und man bermerkte halt sehr gut, dass die Con auf verschiedene Schnittstellen setzen will: Ich glaube bis Heute hatte ich keine Gelegenheit gehabt das Angebot von Gerard Boom oder Tomarillion in Natura zu betrachten.

Der Rest wahr dann eher ereignislos. Nur am Ausgang kam mir nochmal Daniel Neugebauer entgegen, als ich mich auf den Heimweg machte. So wie es aussah bereitete sich also auch System Matters gerade vor, ihren Stand so langsam aber sicher abzuräumen.

Was lässt sich also jetzt insgesamt zu der ganzen Con sagen? Wir haben es hier mal wieder mit einer dieser kleinen Cons zu tun, die eher über den Verkaufsaspekt sich definieren. Also eher ein noch sehr kleiner Publikums-Messer-Charakter + zusätzlichem Programm. Allerdings macht die Niederrhein-Halle als Veranstaltungsort einen sehr positivem Eindruck, so das hier noch Luft nach oben durchaus ist. Man muss halt nur abwarten, wie sich die ganze Angelegenheit entwickelt und welche Leute die Con noch anziehen kann. Für den Anfang wahr es zwar sehr schade, dass der Sonntag so relativ wenig zusätzliches Programm aufwarten konnte, was Workshop-Panels betrifft, aber auch das ist halt eben dem ersten Moment geschuldet. (Und ich hätte auch einfach irgendwie versuchen könne, ob zumindest eine Proberunde Freebooters Fate noch mit drin gewesen währe.)
Insofern bin ich zumindest positiv gestimmt, was die Folgeveranstaltung im nächsten Jahr angeht.
Wer grob einen Vergleich braucht: Größentechnisch könnte man das Ganze hier eventuell mit der alten Ratcon in Dortmund vergleichen. Nur das die Toiletten noch benutzbar waren.

Montag, 5. August 2019

Rezension: Mohiro Kitoh: Die Augen eine Opfers, die Hände eines Täters (Naru Taru Band 06)


Cover: Mohiro Kitoh
Naru Taru
Band 06
Verlag: EMA:adult

Das die Geschichte von Naru Taru einen extrem düsteren Unterton hat habe ich, glaube ich, schon mehrfach festgestellt. Und vor allen Dingen, dass innerhalb der ersten fünf Bände bereits ein Charakter für die klassische „Opferrolle“ geradezu prädestiniert war. Der Fokus dieser Geschichte liegt wieder einmal auf Akira als eine von zwei Personen. Zusätzlich dazu wird aber auch noch ein tieferer Einblick auf den alltäglichen Druck gegeben, mit dem sich Hiroko, ein anderes Mädchen aus Shiinas Freundeskreis konfrontiert sieht.Der Punkt bei dieser Angelegenheit ist allerdings, dass hier tatsächlich deutlich mehr von zwei Seiten auf eine Person „eingehackt“ wird. Und zwar soweit, dass ihr gegen Ende sämtliche Bezugspunkte entzogen werden, die irgendeine Form von Friedlichem zusammensein überhaupt erst ermöglichen. Und zwar so lange, bis es zur physischen Explosion kommt, die entsprechende Opfer fordert.

Inhaltlich ist das hier eine weitere Geshcichte um die klassischen Themen des Mobbings. Jedoch erweitert um eine sexuelle Komponente die alle möglichen, denkbaren Formen an sexueller Nötigung und daraus folgender Gewallt. Der Punk tbie der ganzen Geschichte ist nur, dass hier noch das Element rund um die so genannten Drachenkinder ein Stilbildendes Mittel ist und auf diesem Weg ein schienbar unendlicher Krieslauf aus Gewallt und Gegengewallt konstruiert wird, der zu allem Überfluß auch noch in einem Amoklauf endet, bei dem viele Figuren ihr leben lassen. Insofern muss man jetzt also auch noch abwarten, was im weiteren Verlauf der Geschichte hier bestimmende Elemente sind. Grundsätzlich wir dnur klar: Die Drachenkinder sind eine von ihren Menschen kontrollierte, durchaus an Waffen herangehende Gefahr. Und diese Gefahr ist ähnlich unkontrollierbar, wie ihre jeweiligen menschlichen Partner. (Und da Hoshi-Maru hierbei auch noch fast so etwas wie eine geistig zurückgebliebene Verbindung zu Shiina hat, kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, der vermutlich dem Unterbewusstsein entspringt, so das er gleich einer Waffe die finsteren Wünsche ausführt. Allerdings ist das dabei nur eine entsprechende Spekulation meinerseits.)

Das Erstaunliche bei der ganzen Sache ist, dass die Geschichte nicht nur Inhaltlich drastische Kost ist, sondern auch auf grafischer Ebene hier zum ersten mal der drastische Widerspruch zwischen der unglaublich harmlos wirkenden Charaktergestalltung und den dargestellten Zusammenhängen fokussiert wird. Mit anderen Worten: Hier wird von zuckersüßne, harmlosen kleinen Mädchen ungeheuerliches durchgeführt, dass man im besten Fall nur als „sexuelle Perversion mit dem Ziel der körperlichen schweren Verletzung“ bezeichnen kann. Das entspricht im Kern sehr vielen Aspekten, die für Japan seid den 80ern des vergangenen Jahrhunderts im öffentlichen Bewusstsein bekannt sind. Zynisch ist nur, dass ausgerechnet in diesem Band auch noch ein „Amoklauf“ an einer Schule indirekt thematisiert wird. (Auch wenn die Opfer dieser Tat deutlich reduziert und fast schon mit chirurgischer Präzision des Lebens beraubt werden.) Zynisch ist das deswegen, weil die deutsche Ausgabe dieses speziellen Bandes ausgerechnet im Jahr 2002 herausgebracht wurde. (Und das weckt bei mir Erinnerungen an die ersten Abiklausuren meines Jahrganges… respektive den Gesprächsstoff, den es noch kurz davor unter meinen Stufenkameraden gab.) Das alles macht diesen Band extrem heftig zu schlucken. Und es passt, dass auf den letzten Seiten noch eine kurze Abhandlung über das Phänomen des Ijime, also des „Mobbings unter Schülern“, abgedruckt ist.

Fazit

Mir war, als ich die Serie angefangen hatte zu lesen bereits klar, dass hier ein paar unappetitliche Themen besprochen würden. (Und es war mir auch klar, dass diese Themen der Grund sind, warum diese Serie unter dem Ema:Adult-Label lief.) Was mir dabei allerding snicht klar war, war die geradzu plakative Offenheit, mit dem diese spezifischen Themen grafisch dargestellt würden. (Und das man hierbei sowohl die kalte Herzlosigkeit der Täter, als auch das entsprechende zerbrechen der Opfer darstellen würde, die letzten Endes zwischen den Fronten aufgerieben würden.) Insofern bleibt Naru Taru eine extrem spannendes Stückchen Popkultur aus dem japanischen Kulturkreis, dass den Mut aufbringt Themen anzupacken, die man eigentlich nicht mit so etwas „leichtem“ wie dem Medium Comic in Verbindung bringt.

Montag, 22. Juli 2019

Das erste Mal zur Dreißigsten (Feencon 2019)



Ich habe einen Fluch was neue Tassen angeht: Sie überleben bei mir aus irgendeinem Grund nicht all zu lange. Warum ich das hier jetzt als Einstieg für einen Bericht mache, der sich um die Feencon dreht? Sagen wir es mal so: Seid Jahren lese ich immer wieder neidisch über Cons mit Kaffee-Flats, die an die Tassen gebunden sind. Etwas das die Cons, auf denen ich ansonsten immer unterwegs war, nie anboten.

Wie wir ja bereits alle wissen, haben wir dieses Jahr eine Verschiebung in der Con-Szene durch die CCXP an der Backe, über die wohl jetzt jeder für sich irgendeine Lösung finden muss. Da ich selbst auch noch nicht so genau weiß, was ich mit dieser veränderten Situation jetzt genau anstellen soll, dachte ich mir einfach ich seh mich ein wenig bei den ansonsten viel gerühmten „üblichen Verdächtigen“ mal ein wenig um. Und da ist ja nicht umsonst diese „sagenumwobene“ Feencon, von der immer alle Welt früher gesprochen hatte. Insofern habe ich schlicht meinen Rucksack vollgestopft, am Vorabend noch verzweifelt mein „Fluff siegt“-Shirt gesucht und aus einer unerwarteten Ecke des Kleiderschranks gezogen und viel zu spät schließlich das Bett gefunden. (Allerdings muss man sagen, dass meine Planung für den Tag insgesamt unter keinem all zu guten Stern stand. Ursprünglich wollte ich ja gegen 11 Uhr in Bonn-Bad Godesberg ankommen, jedoch zwang mich die Tatsache, dass aus irgendeinem Grund die Bahn mit ständig widersprüchlichen Angaben einfach nicht auftauchen wollte, dazu einen Umweg über Straßenbahnen zu nehmen, und somit erst gegen 14 Uhr vor Ort zu sein.) Meine Erfahrungen mit Cons sind jetzt eher kleinerer Natur: Ich bin durch die Mitspielen der Blutschwerter in Münster auf den Geschmack gekommen, war ein paar mal auf der Sagacon in Osnabrück, habe außerdem ein paar mal die Ratcon in Dortmund miterlebt und eine Nacht auf dem KingCon in Duisburg durchlebt. Wer mit diesen Begriffen etwas anfangen kann, kann sich also denken, dass ich eher extrem niedrige Erwartungen hatte. Die extremst übertroffen wurden.
Ein kleiner Eindruck vom Aussengelände

Ich meine: Ich weiß, dass ich immer zuerst ein wenig Orientierungslos an solchen Orten bin und rumirre, bis ich eine gewisse Vertrautheit mit den Gängen gefunden habe. Was mich dann allerdings echt erschlagen hatte war die tatsächliche Größe, die die Feencon dann am Ende hatte. Das waren grob gerechnet zwei Turnhallen von der Fläche her plus eine ganze Menge Zeugs, was noch auf den Gängen und Nebenräumen stand. (Und dann noch das Außengelände, dass ich aber auch erst deutlich später erst so richtig entdeckte.)
Zuerst allerdings das Auffälligste an der ganzen Geschichte: Unter normalen Umständen wäre ich davon ausgegangen, dass sich eine ziemlich große Anzahl von Illustratoren irgendwo im Pulk tummeln. Das war hier nicht der Fall. Dafür schien die Anzahl von Autoren sich ungewöhnlich ausgebreitet zu haben. Jedenfalls waren abgesehen von den üblichen verdächtigen unter den Rollenspielverlagen die Anzahl von Romanen, die irgendwie jeweils einen Autoren-Namen trugen wesentlich häufiger nebeneinander aufzutreten. (Und zwar nicht so, dass man dabei unbedingt von Verlagen in der Verteilung hätte sprechen können.) Und irgendwo bei diesem ersten sich umsehen und der ersten und zweiten Tasse Kaffee löste sich der verdammte Henkel von meinen Contasse.

Jetzt muss man allerdings sagen das ich ja eh mit ein paar Zielen im Rucksack hier aufgeschlagen war: Drei Bänden aus den „Handbüchern des Drachen“, einem 1W6 Freunde Grundregelwerk und einem Schundheft der grünen Fee. Das ich die Mehrheit davon am Stand der Dorp mit Unterschriften voll bekommen könnte war mir irgendwie klar. Wie stark das allerdings zutreffen würde, konnte man allerdings erst im Verlauf am Stand feststellen. Im Kern wollte ich nämlich erstmal herausfinden, was für ein Plan hinter dem Unfug mit den Dorp-Merch-Shirts steckte. (Was jetzt vermutlich dazu führt, dass man mein Gesicht in nächsten Spot des Shirt-Shops sehen wird. Warten wir also einfach mal ab.) Und während ich Thomas Michalski also die Bücher vor die Nase legte, an denen er zumindest Teile einer Autorenschaft mitgetragen hatte und wir uns über die Entstehung (und den damit verbundenen traurigem Fall eines frühen Verlustes) unterhielten, rannte eher verpeilter Christian Voght am Stand vorbei. Ein kurzer Gruß, ein Wedeln mit der Grünen Fee und schwups weg war er. Thomas Michalski bestätigte mir daraufhin nur trocken, das wohl beide Vöghte anwesend währen und ich beschloß erstmal einfach am Stand vorrübergehend sitzen zu bleiben, um einfach die Leute zu mir kommen zu lassen, die ich insgeheim hier suchte. Was wohl gar nicht mal so eine schlechte Idee war, denn eine verhältnismäßig kurze Zeitspanne später tauchte Christian Voght tatsächlich nochmal hier auf. Diesmal mit Zeit für Signaturen aller Art, wie er sagte, einem kleinen Stapel der dritten Ausgabe von „Die grüne Fee“ in der Hand, von dem ich ihm natürlich ein Exemplar abkaufte… ach ja: Und Kathrin Dodenhoeft im Schlepptau, nicht zu vergessen. (Wieder mal so eine Gelegenheit, wo ich im Gespräch und rumalbern mit den mir bekannten Personen in einem Nebensatz aufzeigte, dass ich wusste, wer da stand… und damit zumindest das Gespräch insofern für die entsprechende Person mit öffnete. Und da der Rest sich halt insgesamt wesentlich besser kannten, konnten die sich dann miteinander austauschen.)
Von wegen "alles eitel Sonnenschein"

Und auch wenn die Strategie des sitzen bleiben sich im kleinen Ramen hier ausgezahlt hatte: Da ich kein Teil der Dorp bin, bin ich einfach danach nochmal weiter gezogen. Thomas und ich einigten uns noch darauf, dass er unter Umständen Moritz Mehlem ausrichten sollte, das „ein Orakel ihn suchen würde“ und scherzten noch darüber, dass er – sollte er tatsächlich auf der Feencon sein – danach vermutlich einfach lauthals schreiend davonlaufen würde. Diese Nachricht weiterzuleiten war dann aber doch nicht so wichtig: Am Ende zeigte mit der gute Camillo, mit einem entnerften Nebenkommentar, dass er keine zwei Schritte gehen könnte, ohne jemandem vom Tanelorn zu begegnen, die gesuchte Person am Stand von Uhrwerk. Und auch wenn ich eher den Plan hegte so lange zu stalken, bis der Mann mal nicht mit jemandem redete, bekam ich über Umwegen dann doch Aufmerksamkeit und meine beiden Bücher signiert. (Allerdings in Verbindung damit, dass ich zufällig überhörte, dass Moritz zu irgendwas Podcastmäßigem herangezogen wurde. Ich hoffe mal einfach ich kriege mit, wo das ganze aufplöppt.)
Quo vadis Uhrwerk?

Und wo ich schon mal dabei bin: Cons haben ja meistens noch irgendwelche Workshops, Vorlesungen und dergleichen. (Und das da irgendwas in der Richtung auch auf der Feencon stattfinden müsste verriet mir Teylen, die ich auf den Außengelände entdeckte.) Die beiden Räume, in denen solche Veranstaltungen passierten entdeckte ich eher durch einen wirklich riesigen Zufall und dazu auch noch genau pünktlich zu dem Zeitpunkt, an dem Patrick Götz seine „Quo vadis Uhrwerk“-Aktion abhielt, in der er wieder einmal grob über die Insolvenz-Situation sprach.
Warum die Beiden Verlage jetzt genau Insolvenz anmelden mussten ist natürlich immer noch nicht bekannt gegeben worden. (Und ich denke mal, dass wir das frühestens dann erfahren werden, wenn Uhrwerk wirklich schon für einen deutlich längeren Zeitpunkt aus dem gröbsten raus sein sollte.)
Patrick zeigt sich aktuell deutlich optimistischer, als er es wohl schon eine ganze Weile nicht mehr war. (Das der Mann sich psychisch gelegentlich etwas angeschlagen fühlt, wahr mir schon seit dem Numenera-Crowdfunding bekannt.) Und die Resonanz aus der Szene hat ihm auch vorerst den Willen gegeben, weiter machen zu wollen, so die Situation es zulässt. (Im Übrigen sei auch die Resonanz aus der Szene gerade das, was der Insolvenzverwalter für beide Verlage in dieser Form nie erlebt habe.)
Und die Fragen aus dem Publikum drehten sich dabei auch gerade um das Thema Insolvenz und Folgen für Leute, die an bislang noch nicht erfüllten Crowdfundigs teilgenommen hatten. (Funfakt am Rande: Irgendein ausstehendes Produkt wurde übrigens deswegen bis hierhin nicht gedruckt, weil man es laut Insolvenzverwalter nicht an die Vorbesteller hätte ausliefern dürfen, wohl aber an die Großhändler verkaufen. Deswegen hatte man sich Verlagsintern dagegen entschlossen, um das entgegengebrachte Vertrauen der Kundschaft nicht zu verspielen. So zumindest die Darstellung während des Panels.) Für mich habe ich dabei aus der ganzen Sache folgende Information herausgezogen, die nur nebensächlich etwas mit der Insolvenz zu tun hat: Die Marke von Engel liegt immer noch bei Feder & Schwert. (FEngel hängt also vom weiterleben beider Verlage ab.)
Und danach habe ich noch die Lesung von Robert Corvus aus „Der Berg der Macht“ mitgenommen.

Was ziehe ich also aus diesem ersten Eindruck jetzt insgesamt?
Die Feencon ist erstmal eine sehr interessante Veranstaltung (und ich frage mich gerade wirklich, warum ich mich nicht schon früher dazu genötigt habe, einfach mal nach Bonn zu fahren.) Der wirklich sehr starke Autoreneinschlag im Verhältnis zu den Vertretern der bildenden Künste ist überraschend, aber eventuell bin ich da auch einfach bislang nur über die flaschen Veranstaltungen geschlichen. Das muss ich bei Gelegenheit nochmal gegenprüfen. (Direkt im August findet ja jetzt die Niederrhein-Con in Wesel statt.) Belgisches Kirschbier ist nicht unbedingt mein Fall.
Ach ja. Und ganz besonders wichtig: Es ist erstaunlich wie häufig ich jetzt ausgerechnet dieses Jahr auf Szene-Veranstaltungen Reaktionen auf meine T-Shirts erhalten habe. (Auf der CCXP war es ein Sternenhimmel aus Evoli-Entwicklungsstufen der sehr viele weibliche Personen begeisterte.) Auf der Feencon sorgte das „Fluff siegt“ entweder für Aggro-Reaktionen von diesen unausgeglichenen Crunch-Fetischisten, oder aber für begeistert zustimmende Kommentare im Vorbeigehen. Wieder mal von überwiegend weiblichen Stimmen.

Und nochmal ein Hallo an alle Leute, denen ich begegnet bin. Es war wie immer eine Freude.



Dienstag, 16. Juli 2019

„Sidequest: Sucht die Socken!“ (D&D 07)


Und aus der Erkenntnis heraus, das Krest ebenfalls keine sichere Bleibe für bestimmte Personen darstellen würde, schlug die Reisegruppe wieder den Weg nach Vallaki ein, im dem Mondaufgang entgegen. Doch auch dieses Mal wurde der Weg durch mehrere Ereignisse unterbrochen. So entdeckte Ogen mitten auf dem Weg eine goldene Taschenuhr, die immer noch funktionierte. Und da die Nerfen aller Beteiligter mittlerweile aufgrund der Umgebung und ihrer seltsamen „Anreise“ schon längst blank lagen entspann sich mit einem mal ein Streitgespräch darüber, dass die Wirtschaft dieser Ebene vermutlich nur auf zwei Wegen wirklich funktionieren könnte: Dadurch, dass an allen möglichen Stellen dieses Landes mit einem Mal Zeug auftauchte. Die verloren gegangenen Menschen anderer Ebenen betraten vermutlich alle die Baronie Barovia durch das Tor, durch das auch die drei Gefährten hier einlass erhalten hätten. Und hier an der Straße war vermutlich der Punkt, an dem einfach nur Zeug und Plunder landete. Und vermutlich müsste man nur die Zeit zum Suchen haben, um genau den Ort zu finden, an dem sich die ganzen im Waschzuber verloren gegangenen Socken in einem klammen Zustand auftürmten. Soviel dazu, was man bisher unbegründet dabei verdächtigt hatte.

Etwas weiter die Straße hinab kam dann ein schwarzer Reiter der Reisegruppe entgegen, der sich wieder einmal überraschend als Untoter herausstellte. Allerdings konnte diese Gestallt nicht wirklich viel mehr als zum „Angriff übergehen“, denn kaum begannen untotes Pferd und Reiter den Schritt zu wechseln besprenkelten auch schon auf geradezu unspektakuläre Weise unzählige Knochenfragmente in einem kleinen Radius die Umgebung, weil Ramius einen seiner unzähligen Blitze in die traurige Gestallt herabjagen lies.

In Valakis schaffte man es wieder nur mit knapper Müh und Not durch das Tor der Stadt vor der Sperrstunde. Dafür war der Empfang scheinbar um so Herzhafter, als man feststellte, dass die Reisegruppe tatsächlich die Weinlieferung wieder ermöglicht hatte. Als Dank dafür erhalten die Gefährten die besten Zimmer des Hauses. Wie sich später herausstellt, handelt es sich dabei zum einen um das bereits bekannte Zimmer, in dem die gesamte Reisegruppe schon eine Nacht verbracht hatte. Und zum anderen um das Zimmer daneben, bei dem man spontan zusehen konnte, wie es kurzerhand wieder frei gemacht wurde.

Und während man sich mit dem entsprechenden Abendessen vor Ort begnügte kam mit einem Mal eine neue Empfehlung aus der Küche, nebst Küchenchef. Der Koch der Gaststädte hatte isch anscheinend von ein paar Ausführungen Ogens inspirieren lassen und im Bereich der Soße rumexperimentiert. Dummerweise ergab das Ganze eine Mischung aus in Bier gekochtem Fleisch mit einer braunen Soße auf Weinessig-Basis, welche Reaktionen zwischen einem erheiterten Schmunzeln der nur zuhörenden Anwesenden sorgte oder aber auch für leicht pickierte bis verlegene Blicke der verkostenden Opfer. Letzten Endes fand Ramius die notwendigen Worte konstruktiver Kritik, die besagten, dass man nicht unbedingt alles auf einmal zusammenschütten sollte, welche der Koch mit Begeisterung an sich nahm, ehe er den Gastwirt der Herberge zur Seite nahm und von seinen neuen kulinarischen Ideen fabulierte.

Da der nächste Morgen düster und Nebelverhangen war stellte sich die Frage nach dem weiteren Forgehen der Gruppe. Ismak erklärt sich bereit, vorerst auf seine Schwester Acht zu geben, bis die Gefährten sowohl das Haus des Bürgermeisters, als auch das Geisterhaus endgültig klar gemacht haben. Und natürlich wollen sie auch noch einen Blick in die Mühle werfen, um eventuell notwendige Baumaterialien für die notwendigsten Ausbesserungen noch zu besorgen. Was sich allerdings dabei ergiebt ist folgendes Bild: Rein von der Lage her macht eine Windmühle laut Ogen und Ramius keinen Sinn. Und als sich die Gefährten dem ganzen Sehen sehen sie als erstes einen Raben, der Priester und Tiefling das Gefühl gibt, die Gefährten vor irgendetwas warnen zu wollen.
Jedoch war man nicht ganz auf das Vorbereitet, was man im inneren entdeckte: Das Erdgeschoß bestand anscheinend lediglich aus einer Küche, die nicht unbedingt den saubersten Eindruck machte. Außerdem fand man einige kleinere, menschliche Knochen an diesem Ort. Und was auch noch als Überraschung für die natürlich immer noch im festen Glauben befindlichen Grundstücksbesitzer hier aufkam, waren die aktuellen Bewohner. Eine alte Dame namens Morgantha überraschte die Drei. Sie sagte, dass sie und ihre beiden Töchter hier schon seid Jahren leben würden und ihren Lebensunterhalt durchs backen von Pasteten und Kuchen die sie nach Barovia liefern würde, um sie zu verkaufen. Stolz lies Morgantha Ramius eine Kostprobe ihrer Waren probieren, während Drusilla sich heimlich umzusehen versucht. Aus dem weiteren Gespräch über das Gebäck erfuhr man dann, das die Pastete aus Traumbeeren bestünde und anscheinend irgendein Effekt nicht eingetreten war, den die Frau erwartet hätte. Insgeheim erwähnte sie noch, dass sie den Dreien, mit einer besonderen Erwähnung Drusillas als besonders Unauffällig, eine Chance gäbe das Weite zu suchen, ehe sie die Maske fallen lies.

Mit großer Mühe mussten sich die Drei des kompletten Zirkels der Nighthags erwähren. Und nur mit sehr viel Mühe schaffen sie es nacheinander die Alte und die Mutter dazu zu prügeln, auf die elementrare Ebene zu wechseln. Drusilla hingegen schaffte es noch mit einer Kamikazeaktion die Jungfrau in einer blutigen Fontäne in der Mitte zu zerteilen. (Was wohl letzten Endes auch dafür sorgte, dass die „Rache der Vetteln“, sollte sie in der Zukunft nochmal eintreten, um einiges Harmloser ausfallen sollte, da der Zirkel durch diese Kation durchbrochen war.)

Beim weiteren Durchsuchen der Mühle stellen die drei nur noch fest, dass hier gründlichst ausgemistet werden muss. Außerdem kann man noch zwei Kinder aus Barovia (Hänsel & Gretel) bergen und entdeckt, dass die Vetteln einige Hühner und Kröten gehalten haben. Die Hühner beschließt man zu behalten und die Kröten am Nahegelegenem Fluß auszusetzen. Die Kinder werden wohl oder Übel mitgenommen, um sie zu Hause bei ihren Eltern abzusetzen.

Bei der weiteren Suche im Bürgermeisterhaus kann man leider keinerlei Ergebnisse über Irina finden. Auch kein Tagebuch des verblichenen Bürgermeisters. Allerdings nimmt man Kurzerhand alles mit, was in irgendeiner Weise die Müle für das Geschwisterpaar ein wenig heimeliger Machen könnte, ehe man am nächsten Tag wieder aufbricht, um alles zum neuen „zu Hause“ zu schaffen. (Außerdem schafft man noch einen Hund an, um im Zweifelsfall einen das Haus bewachenden Beschützer zu haben.)

Und so überlies man Ramius die Aufgabe, den Boden Rund um die Mühle mit einem Bannkreis zu belegen. Was Diesen in einen dermaßen ausgreifenden Übereifer verfallen ließ, dass die Gefährten in eine Atmosphäre bei der Mühle zurückkehrten, die ein unglaublich elektrisierendes Prickeln auf der Haut hinterlies. Mit einem mulmigen Gefühl suchte man also den zurückgelassenen Gefährten, der sich mit einem breiten Grinsen und weit abstehenden Haaren präsentierte um zu versichern, dass in diesem Tempel alles in Ordnung sei. Und somit lies man die beiden Geschwister zusammen mit dem Hund, einem Mastiv, dem man kurzerhand den ältesten Hundenamen aller Zeiten gab, auf geheiligtem Boden zurück.

Jetzt konnte man sich der Problematik des Geisterhauses ungestört widmen, ohne dabei von Sorgen um andere Probleme geradezu zerissen zu werden. Und erneut stiegt man über den Umweg durchs Dach in den Keller des Hauses hinab, dass einer gesammten Familie durch die Machtgier einer einzelnen Person zum Verhängnis geworden war. Ziel waren die Gräber, welche man bereits beim ersten Abstieg entdeckt hatte. Bei der Untersuchung der Särge ergab es sich zuerst, dass Gustav Durst Name einen leeren Sarg markierte. Jedoch brachen Schwärme von Insekten über die Gefährten hinweg, als man den Sarg von Elisabeth Durst berührte. Während Ogen direkt von diesen Attackiert wurde rannte die Elfe auf und davon, um irgendwo im Haus einen Eimer Wasser oder Lampenöl aufzutreiben, was Ramius als einzigen übrig lies, um sich den Tausendfüßlern zu stellen und seine Kameradin zu beschützen. So umarmte Ramius Ogen und drückte sie auf den Boden hinab, damit er sich auf dem Boden anschließend rollte, um die Insekten zu zerdrücken. Alles was dann noch passierte waren die Momente, als Insekten die Rüstung von Ramius attackierten und von entsprechenden elektrischen Funken geröstet wurden. Somit ergab es sich, dass sich ein gewalltiger, verbrannter Geruch im Raum verbreitete, als die Beiden von Insektenbissen gepeinigten von einem Schwall Wasser getroffen wurden.

Da man zumindest vorerst keine weiteren Überraschungen auslöst holen die Gefährten die Gebeine der Kinder, welche von Ramius unter entsprechend zynischen Kommentaren über die barbarischen Begräbnisrieten beigesetzt werden. Die Geister der beiden Kinder erscheinen noch ein letzte Mal um sich dafür zu bedanken, dass ihre Seelen durch diese Beisetzung endlich Erlösung finden.

Der weitere Vorstoß durch die Dunkelheit des Kellers lässt eröffnet die Gelegenheit die Unterkunft der regulären Kultisten zu plündern. Allerdings müssen sich die drei Gefährten auch einem Ansturm von Ghoulen erwehren, Ramius löst eine Fallgroube aus und in einem Schlafzimmer, das wohl für ein Ehepaar gedacht wahr, schaffen Ramius und Ogen es sich zwei hageren, untoten Gestallten mit einer Mischung aus Donnerwelle und Magic Missiles zu beseitigen.

Außerdem retten die beiden Frauen Ramius noch davor, von einem Tür-Mimic gefressen zu werden, ehe sich eine geheime Tür ins Erdgeschoss des Wohnhauses auftut. (Soviel zum Thema „man kommt nur über den Dachboden in den Keller“.)

Jedoch stand noch eine spannende Entdeckung bevor: Eine weitere Treppe führte hinab in eine kleine Schatzkammer, die aus einem Nachbarraum aus durch seltsame Gesänge beschallt wurde. Jedoch konnte erst der Einsatz einer Magehand durch Drusilla den Gefährten den zutritt in diese Halle ermöglichen, da ein Fallgitter sie ansonsten daran hinderte.

Einige verhüllte Gestallten, welche in der Luft schwebten und anstelle von Gesichtern nur Blicke in finstere Abgründe gewährten, versammelten sich in einem Kreis um einen Altar und Skandierten neben dem Gesang über den Zustand der Personalunion des Landes mit dem Ältesten auch eine Feststellung das einer Sterben müsse. Da die Gefährten dies als Unausweichliche Aufforderung sehen blicken sie sich im Raum um und Ramius schafft es einer Ratte habhaft zu werden, die er kurzentschlossen auf dem Altar opfert.

Die Gestallten verstummen und aus den tiefen des Hauses erschallt ein tiefes Grollen. Anscheinend hatte man es geschafft das seltsame Wesen „Haus“ irgendwie zu befriedigen.

Montag, 8. Juli 2019

Rezension: Matra Milan: Talisman Himari (Band 10)


Cover: Matra Milan
Talisman Himari
Band 10
Verlag: Planet Manga

Der Band beginnt anscheinend mit einer Rückblende auf einen glücklicheren Moment, in dem Himari etwas über das Leben von Yuuto zu erfahren versucht, nur um dann auf die aktuelle Situation überzuspringen: Tama hat ihren Angriff auf die Gruppe aus Menschen und Ayakashis rund um Yuuto gestartet und dabei das Haus zerstört, in dem die seltsame WG entstanden ist. Insgesamt bewegen sich jetzt alle Elemente hier wie auf einem Schlachtfeld.
Grundsätzlich muss man dabei erwähnen, dass es hier zwar auch zu dem einen oder anderen Übergriff und dementsprechenden Wutelementen der Comedy kommt, allerdings sind diese dabei doch um eine ganze Menge weniger fokussiert, als im vorangegangenen Band.
Insofern geht es in der gesammten Handlung eigentlich nur um drei Elemente: Das Chaos, durch das die meisten Figuren stolpern. Einen Kampf zwischen Shuten-Douji und Kuesu, sowie einen Kampf zwischen Tama und Himari. Der Punkt bei dieser ganzen Sache ist, dass hier tatsächlich zum ersten Mal so etwas wie ein echtes Schlachtfeld erzählt wird und für die einzelnen Figuren ihre jeweiligen Ziele mit direkten Konsequenzen aufgezeigt werden. Anders ausgedrückt: Hier kommen eigentlich immer nur zwei Folgen zum tragen: Wer ist bereit etwas für eine andere Person zu tun? Und was für Folgen aht das direkt. Man bemerkt dabei sehr direkt, dass dieser Band für Yuuto einen sehr zentralen Schritt in der Geschichte darstellt, weil er zum ersten mal die direkten Konsequenzen erfährt, die es für ihn hat, wenn er nicht bereit ist, zu kämpfen. Und zwar auf sehr drastische Weise. Allerdings sieht man auch eine sehr überraschende Szene, bei der es darum geht, was die direkte Zusammenarbeit aus Yuuto und den Ayakashis in diesem Szenario tatsächlich bewirken kann. (Wenn auch mit einer gewissen Heldenhaftigkeit.)

Was das insgesamt bedeutet? Sagen wir einfach: Leute sterben und begehen dabei noch einmal letzte Dummheiten. (Andererseits sind diese jeweiligen Tode so unglaublich Profan. Es ist irgendwie nichts überraschendes Dabei und außerdem bemerkt man auch noch, dass man die Figuren über die Erzählung gar nicht so sehr ins Herz geschlossen hat, wie man eigentlich meinte. Es wirkt so unglaublich banal.)
Das ist Schade. Denn eigentlich sollte diese Form von Erzählung am Ende mehr beinhalten als einfach nur einen Haufen überpowerter Abziehbilder, die einem irgendwie nichts mehr als ein Schulterzucken hervorbringen. (Und gerade Kuesu ist in dieser Erzählung so dermaßen auf Hassenswert getrimmt gewesen.) Insofern verfehlt dieser Band gerade einiges von dem, was da eigentlich an Potential hätte drin sein können. (Vor allen Dingen, wenn es auf einen dermaßen absurden Ansatz zuläuft.) Derzeit erfährt man eigentlich nur zwei Neuigkeiten: Anscheinend ist die Regierung eher daran interessiert, alle Fraktionen aneinander aufreiben zu lassen. Und offenbar wird Himari noch mehr in Richtung Bestie getrieben, wenn man sich das Ende des Bandes ansieht. (Sie beißt Tama in den Hals.) Daher verliert gerade genau dieser Band hier so unglaublich viel an möglichem Potential, was die vermeitliche Richtung anbelangt. (Aber das ist bereits eine Entwicklung, die aus den vorangegangenen Bänden entsprungen ist: Eigentlich hätte das ganze Thema um ein vielfaches Düsterer abgehandelt werden müssen, um wirklich die Ansätze überzeugend rüberzubringen, die hier durch den Comedy-Fleischwolf gezogen werden, um dann als Witz-Wurst herüber zukommen.

Fazit

Wenn man dieses Gefühl nicht mehr los wird, dass es eventuell doch vertane Zeit war, seine Begeisterung in eine solche Serie zu stellen, hat man eine sehr starke Ernüchterung erreicht. Fakt ist halt eben, dass hier die ganze Zeit über einige sehr interessante Ideen eingeführt wurden, allerdings in der letzten Konsequenz doch vieles bereits wieder verschenkt wurde. Die Idee, dass Talisman Himari einfach nur ein Harem-Ableger wäre, der sehr viel überdrehte Echi-Momente bietet und dabei immer wieder auf der Action ebene Monster of the Week Schlachten präsentiert, hätte aufgehen können. (Im Grunde genommen war das auch meine Erwartung gewesen, als ich die Reieh angefangne habe. Immerhin hatte ich mit Rosario + Vampire eine ähnliche Serie schon abgeschlossen.) Das hier hingegen baut jetzt deutlich mehr Drama mit wirklich finsteren Aspekten auf. Und zwar geht es dann dabei um eben um Opfer. Und zwar mit einem dermaßen überzogenen Aspekt an der ganzen Sache, dass es gar nicht so sehr überzeugen kann. Und wenn man sich dann noch vor Agen führt, dass nach diesem Band nur noch Zwei weitere bis zum Abschluss folgen, bekomme ich mit dieser letzten Szene jetzt leichte Magenschmerzen, wenn ich bedenke, dass hier gar nicht mehr so viele Möglichkeiten bestehen, um wirklich ein überzeugendes Ende zu erzählen. (Der Punkt bei der Sache ist nämlich, dass die ganze Zeit über eher auf der erotischen Ebene viel zu viel Wert gelegt wurde, um eine bestimmte Ästhetik zu schaffen, die aber jetzt mit einem mal einen uglaublich ernsten Kern bekommen soll.) Insgesamt bin ich also gerade hier jetzt mit einem unglaublichem „Mäh“-Gefühl am Ende des Bandes angelangt und Frage mich echt, ob ich noch die letzten beiden Bände angehen soll.

Montag, 1. Juli 2019

CCXP Cologne 2019… Ähm, ja.



Wie die meisten wohl im letzten Jahr mitbekommen haben, gab es hier in NRW eine gewaltige Verschiebung was die Planung potentieller Messebesuche in der ersten Hälfte des Jahres anbelangt. Namentlich dachte sich die Kölnmesse, dass es doch ganz gut sei, einfach mal die etablierte Marke RPC zu nehmen und gegen einen anderen Fokus auszutauschen. (Mit anderen Worten: Die Messebtreiber haben die Dollarzeichen in den Augen gehabt und wollten ein Stück vom Comic-Con-Kuchen für sich abhaben.) Das war am Anfang schockierend, dann mit einem holen Gefühl in der Magengegend eventuell noch akzeptierbar, allerdings kamen dann auch einige Details so im Nachhinein obendrauf, die nicht unbedingt jedem schmeckten. (Infernal_Teddy, der seine ganz eigene Beziehung zur RPC auf einer symbolischen Ebene hatte, hat darüber ja auch schon geranted.) Jetzt muss Veränderung ja nicht per se negativ sein. Nur ist halt eben der Einschnitt gerade bei der CCXP so speziell, dass man in der entsprechenden Position ist, immer jemanden vorschieben zu wollen, um auf dessen Einschätzung des Ganzen dann seine eigene Meinung aufzubauen. Nur dreimal dürft ihr raten, was in meinem Fall dabei dann die Problematik war: Ich bin, so gesehen, der kleinste gemeinsame Nenner in meinem direkten Bekanntenkreis, was die potentielle Zielgruppe der CCXP anbelangt. (Und damit ist die Meinung, auf der ich meine Meinung dann aufstützen kann… ja ihr habts erfasst: Dummerweise meine eigene.)

Insofern hatte ich mir nach einigem Zögern tatsächlich doch noch ein Ticket für den Donnerstag der CCXP besorgt. Also, gerade den Auftakt der ganzen Geschichte. Mit also möglichst niedrigen Erwartungen und keiner so richtigen Ahnung, was ich jetzt eigentlich überhaupt für mich erwarten würde bin ich demnach nach Köln aufgebrochen. (Der Punkt ist: Immer wenn man irgendwas über Comic-Cons hier in Deutschland hört, kommt da irgendeine seltsame Vorstellung von „Glamour“-Welt auf. Und abgesehen von meinem kurzen Eindruck auf der einen Comicbörse hier in der Gegend im Juli letzten Jahres kann ich auch nicht all zu viel sagen, was ich jetzt eigentlich erwartet hätte.)

Den Donnerstag zu nehmen war gut und schlecht zugleich: Gut, weil an diesem Tag mit wenig andrang zu rechnen war. Schlecht, weil einige der interessanteren Entwicklung an Programm überhaupt erst an anderen Tagen stattfanden. (Und wohl auch bis zum letzten Abend noch einmal durchgetauscht wurden, wenn man Beispielsweise den letzten Malstream der Orkenspalter vor der CCXP heranzieht, wo Niko Mendrek irgendwann im Chatverlauf reinpostete, dass er gerade noch in der Kommunikation mit den Veranstaltern war. Anscheinend wollte man irgendeine Show der Orkenspalter zu einem anderen Zeitpunkt ansetzen.)

Was war also für mich effektiv neu? Die ganze Veranstaltung hatte sowas wie mehrere Schleusen: Die erste prüfte das Gepäck auf problematische Gegenstände, vor der zweiten konnte man sich armbänder abholen, für die man seinen Pass vorzeigen musste, um einen entsprechenden Altersnachweis ans Handgelenkt gepappt zu bekommen. (Abgesehen von der Kino-Leinwand machte das hier aber noch keinen wirklichen Sinn. Es kann sein, dass auf lange Sicht auch noch spezielle Altersbeschränkte Bereiche sich entwickeln könnten, aber vorerst war davon hier nichts zu sehen.) Lustig war allerdings auch das ich, obwohl ich nicht damit gerechnet hatte, pünktlich zum Einlass in Köln aufzuschlagen, direkt beim Eintreten von einem gewalltigen Spalier aus Cosplayern „bgrüßt“ wurde, die ein sichtlich ergrauter Skar wohl „herbeigescheucht“ hatte. (Skar von den Blutschwertern hatte ich jetzt schon seid ein paar Jahren nicht mehr gesehen und dieser Alterungsprozess sorgte dann auch dafür, dass ich ihn gar nicht richtig erkannt hatte.) Aber auf der anderen Seite: Umsehen und Flurfunk ablauschen macht ja auch meistens Sinn. (Die Bestätigung für Skar holte ich mir dann von Hoffi ein. Und mehr werde ich über die Geschichte jetzt auch nicht erzählen, das ist jetzt schon Peinlich genug.)

Von daher: Wenn man nicht so genau weiß, was man eigentlich sucht, macht es Sinn eventuell auf ein paar Anlaufpunkte, von deren Existenz man weiß, sich zu fokussieren: Wie ich einen Tag zuvor erst herausgefunden hatte, war die Dorp mit einem Stand vertreten. Und Tom, der als einzelner den Donnerstag überstehen musste, war anscheinend auch ganz glücklich über ein wenig Abwechslung mit jemandem, dem man nicht die Dorp erklären musste.

Was ich aus diesem Gespräch erstmal über den Aufbau der CCXP herausgefunden habe: Es gab anscheinend für den Bereich Pen & Paper eine Einrichtung Namens „Indie Booth“, die kostenlos vier Stände für ausgewählte Projekte zur verfügung stellte. (Und über eben diese Einrichtung hatte auch die Dorp ihren Stand bekommen.) Dieser Potentielle Nachfolger der „Projekt Fandoms“ der RPC währe an sich ja gar nicht mal so schlecht gewesen, wenn da nicht über das Interview der Orkenspalter mit Ralph Sidek* ein paar Details über die „Kuration“ der Standvergabe herauszufinden war: So wie sich die Ausführungen von Ralph Siedek anhören, wurde gar nicht so sehr darauf geachtet, „Fanprojekte“ aus der Szene mit einzubeziehen, sondern eher kommerziellen Kleinstverlagen eine wie auch immer geartete Fläche möglichst Günstig anzubieten. Dementsprechend war abgesehen von der Dorp anscheinend kein einziges „Fanprojekt“ am Start, sondern schwerpunktmäßig eher solche Individuen wie Truant Spiele oder der Verlag „Nackter Stahl“. (Respektive: Von Siedek erwähnt wird im Besonderen für die Tabletop-Szene das Spiel „Dust 1947“, das von der polnischen Firma Warfactory vertrieben wird.) (Hatte ich schonmal erwähnt, dass das ganze irgendwas mit Dollarzeichen in den Augen der Kölnmesse-Betreiber zu tun haben muss?) Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass Siedek hier versucht hat, besondere Perlen aus den finanziell eh schon sehr umkämpften Bereichen heranzulocken, um auf eben diese sehr interessanten Produkte aufmerksam zu machen, falls man überhaupt noch eine wie auch immer geartete Minderheit der ursprünglichen RPC-Zielgruppe heranlocken möchte. Andererseits ist da halt dieses Geschmäckle dabei, dass eben eigentlich kommerziell orientierte Einrichtungen anstelle von Fanprojekten für die Zusammenarbeit herangezogen wurden. (Wobei potentiell Fanprojekte wahrscheinlich auch noch mit dem „vier Tage“-Problem zu kämpfen gehabt hätten. Ich meine: Tom von der Dorp wahr ja auch die ganze Zeit jetzt an seinen Stand gebunden gewesen, ohne die geringste Möglichkeit an diesem Tag irgendwas anderes leisten zu können.)
Ein anderer Umstand wahr wohl die lokale kölner Presse. Anscheinend wusste zumindest irgendein Radiosender selbst nicht so genau, was man mit der CCXP anfangen sollte und thematisierte das ganze wohl entsprechend irritiert, das man anscheinend auf der Comicmesse unter anderem den Umstand thematisieren würde, das Batman seinen 80sten Geburtstag dieses Jahr feierst. (Man fragt sich in solchen Momenten, wo die lokalen Journalisten ihre freihe Zeit verbringen. Im Internet sicherlich nicht.) Das an diesem Punkt allerdings was dran sein muss, kann ich insofern bestätigen, weil ich selbst nur wenig später von einer Dame für einen Kommentar fürs Radio gebeten wurde, „was ich denn an der Comic Con so toll fände, und was mein Grund währe hierherzukommen“. Ihr fast schon hysterisches Gelächter darauf, dass ich das gerade selbst hier noch herausfinden wollte, sprach dann schon Bände, was man hierhergeschickt hatte.

Apropos Ulisses: Was mich besonders erstaunt hat ist die Größe des Standes, den Ulisses aufgefahren hatte. Der wahr groß genug, dass neben dem Ulisses eigenem Verlagsprogramm auch noch ein Eskaperoom von „Live Escape Landsberg Mühlbauer & Lorenz GbR“, ein Zusatzmaterialstand von Yvis Nerd and Geek World und eine kleine Bühne für Streaming-Sessions, die Rund um die Uhr liefen, aufgebaut waren. Zum Vergleich: Die eigentlichen Riesen der Brettspielszene – Asmodee und Pegasus Spiele – hatten lediglich einen winzigen Tisch von vielleicht zwei Metern als Standfläche aufgestellt. Die Frage die sich hierbei stellt ist also: Wer war hier deutlich übermotivierter? Oder hatten hier eventuell die Messebetreiber am Ende alles getan, um den Platz voll zu bekommen?

Denn auch wenn vieles an der Sache dem neuen Fokus geschuldet nicht ganz so rund lief: Die moderne Sovial-Media-Blase wahr irgendwie vorhanden: Ich weiß nicht wie viele möglicherweise „Influencer“ mit Stabilisations-Selfiestäben durch die hallen liefen und dabei über irgendwas sprachen. (Stellenweise waren es vermutlich Handy-Streams, die da liefen, bei einigen anderen Aufbauten mit Systemkameras, die ja innerhalb der Youtube-Szene durchaus aufgrund ihrer Kompaktheit in Kombination mit Wechselobjektiven eine hohe Beliebtheit zu genießen scheinen, waren wohl eher aufnahmen für die spätere Konserven-Veröffentlichung.) Auch wenn man auf der anderen Seite auf der „Artist-Gallery“-Seite wohl sagen muss, dass hier vermutlich nicht mehr unbedingt das Beste von Allem vertreten wahr. (Aber das wahr dank der anderen Comic-Con in Stuttgard auch nicht anders zu erwarten gewesen.)

Ach ja: Und ich habe natürlich mal wieder einen kleinen Stalking-Ansatz fahren müssen. (Ich hatte aufgrund von Twitter gewusst, dass Tommy Krappweis auf der CCXP sein würde und deswegen mein Exemplar von „Mara und der Feuerbringer“ eingepackt.) Eher zufällig sah ich mein Ziel halt eben mit Bernhard Hennen gerade eine Runde über die Messe ziehen, wo die beiden natürlich mit allerlei Leuten Gespräche führten. Und weil ich eben nicht irgendwo reinplatzen wollte, wo die beiden sich entsprechend „amüsierten“ spielte ich eben vorrübergehend Satellit in einem erweitertem Orbit. Oh. Und natürlich darf man hier nicht auch noch Steff vom Youtubekanal Steffs Kleynkrämerey nicht unerwähnt lassen. Dessen unglaublich herzliche Begrüßung hatte mich extrem überrascht, nachdem ich ihm die abgewandelte Form meines Pseudonyms genannt habe, mit dem ich auf Youtube in der Kommentarspalte unterwegs bin. (Letzten Endes ist er ja einer von zwei Gründen, die mich wieder ins Tabletop gebracht haben.)

Allerdings: Der Part der ganzen Geschichte, der der „Mittelaltermarkt“ wahr, war im Vergleich zu den vorherigen Jahren ein Witz. Es waren zwar weiterhin die Falkner da, um wenigstens eine Konstante in der ganzen Veranstaltung noch zu erwähnen, aber ansonsten? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Stände nicht mit einer Hand ausreichend abzählbar waren, aber im Vergleich zu den Vorjahren war das erschreckend ausbaubedürftig. Gerade der Mittelaltermarkt brummte doch normalerweise und jetzt konnte man eher Bilder in den sozialen Netzwerken posten, auf die dann fragen kamen, ob der Ausblick auf den Mittelaltermarkt von dem Gebäude im Hintergrund verdeckt wurde. Insgesamt doch sehr ernüchternd.

Andererseits muss ich sagen: Ich weiß nicht ob die RPC in den vergangenen Jahren jenseits der Literaturinsel irgendwelche Vortragsveranstalltungen anzubieten hatte. (Wenn, dann waren sie nie so ganz auf meinem Schirm gewesen.) Dieses Jahr hatte ich absichtlich mir vorgenommen dieses Angebot wahrzunehmen: Auf dem entsprechend ausgedruckten Plan gab es zwei von drei Veranstaltungen auf der Ultra Stage, die mich durchaus lockten, was das Thema anbelangte. Vor Ort erfuhr ich dann, dass das Panel zur Science Fiction in Deutschland vertagt worden war und somit nur noch ein Vortrag über Perückenmachen im Cosplay auf Englisch und das Star Trek Let‘s Play auf der Bühne von den Orkenspaltern stattfinden würde. Ratet mal, was ich gemacht habe?

Zusammenfassend lässt sich also nur sagen: Die DNS der RPC ist in der CCXP dermaßen verwässert, dass man die ganze Veranstaltung auch ebensogut als nicht vorhanden betrachten kann. Es ist zwar durchaus interessant zu sehen, was hier neu auf die Beine zu stellen versucht wird, zumal einiges an Geld wohl gerade in die Dekoration geflossen ist, aber so im großen und ganzen war Köln in diesem Jahr nicht wirklich für mich so sonderlich interessant. Das was ich erlebt habe, war zwar definitiv sehenswert, aber ob sich der Preis dafür wirklich in der Form rechtferigt ist mir immer noch unklar. (Im übrigen versagte auch noch die Kommunikation um eine Besonderheit anscheinend völlig: In Kooperation mit dem Kölner Stadtanzeiger wollte man eigentlich Studenten am Donnerstag und Freitag kostenlos auf die Messe locken: So ganz hatte das nicht funktioniert, weil zumindest am Donnerst niemand bescheid wusste, dass das ging.
Ich muss mir fürs nächste Jahr nochmal sehr gut überlegen, ob ich die CCXP nochmal ansteuern werde. Allerdings habe ich genau deswegen aktuell auch vor, dieses Jahr noch wenigstens die Feencon in Bonn und die nicht mehr Eulencon in Wesel zu besuchen, um wenigstens die alterntiven einschätzen zu lernen. (Und ich muss mir wohl über kurz oder lang eine etablierte Comic-Medien-Con ansehen. Ich weiß zumindest aus Gesprächen mit den anderen Mitspielern meiner Shadowrun-Runde, dass die „Dokumi“, eine Manga-Con, wohl ähnlich teuer wie die RPC ausfallen soll. Eventuell findet sich auf diesem Weg ja irgendwas neues, über das man berichten kann.)

*Man kann mich ganz am Anfang des Videos, beim Interview mit Ulisses im hinteren Teil des Bildes am Stand von Yvis Nerd and Geek World sehen.

Montag, 24. Juni 2019

Vom Rausch der Jagd (Karneval der Rollenspielblogs)



Okay, okay. Ich bin schon eine ganze Weile irgendwie träge und Ideenlos einfach so hier auf dem Blog dahinvegetiert, während sich mein ursprünglich mal für ein anderes Projekt erstellter Vorrat an Rezensionen wieder aufgebraucht hatte. (Ohne einen Handschlag in Richtung des Projektes, wohlgemerkt.) Von daher ist es auch im Moment irgendwo eine mittlere Qual sich überhaupt zu etwas aufzuraffen, um mal wieder die eigenen grauen Zellen in Bewegung zu bringen. (Wobei dieser Begriff der „grauen Zellen“ bekanntermaßen ja eigentlich auch einer Fhelinterpretation zugrunde liegt: Eigentlich sind die Zellen nicht grau, sondern in der Regel betrachtet man abgestorbene Gehirne… ich schweife schon wieder ab.)

Wir haben den Monat Juni und dieses mal fordert Talasu den Rausch heraus. (Man könnte jetzt natürlich sagen, dass ich gar nicht so viel trinken kann, wie ich kotzen will, aber das scheint mir wenig produktiv für den Augenblick zu sein. Machen wir uns also ein paar mehr Gedanken.)
Mein Problem mit dem Thema ist dabei der Fokus auf das Mittel zum Rausch, als den Rausch an sich. Im Grunde genommen scheint unsere Evolution als Spezies darauf zu fußen, dass wir einen bestimmten geistigen Zustand zu erreichen versuchen, der weniger auf der Vernunft, als viel mehr aus der Abwesenheit eben dieser besteht. Das „Problem“ wenn wir es mal so nennen wollen, ist dabei eben der bewusste Zugang zu diesem Erfahrungshorizont, den manche Menschen als Extase bezeichnen würden. Wobei eben nicht die Kontrolle über die Extase das Zentrale Symbol ist, sondern viel mehr jeglicher Kontrollverlust über das eigene Handeln. Nicht umsonst sind sehr viele beschreibungen über den Rausch eher auf eine animalische Ebene reduziert, in der der betroffene weniger agiert, als eher passiv erleidet. (Schaden ist auf die eine oder andere Weise nämlich auch immer zwangsweise in dieser ganzen Geschichte mit eingemischt.)
Und gerade da hört dann früher oder später für mich dieser spezielle Moment der Tragbarkeit im Rollenspiel selbst auf. Ich meine: Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich eine sehr introvertierte Persönlichkeit bin und daher mit ein paar Dingen zu kämpfen habe, was den Umgang mit anderen Personen anbelangt. (Inklusive des Umstandes, dass ich am Spieltisch eher zu der stillen Sorte von Spielern gehöre.) Berauschte Charaktere hingegen sind etwas für die Downtime zwischen einzelnen Szenen, weil von ihnen nur bedingte Aktivität zu erwarten ist. (Jaja, mir ist bewusst, dass ich gerade von beruhigenden Mitteln ausgehe und man Leuten auf Speed eher nachsagt, dass sie plötzlich wie die bekloppten zu basteln anfangen.) Das Problem ist halt: In beiden Fällen ist der Rausch einhergehend mit dem Kontrollverlust. Und genau dieser Aspekt des Kontrollverlustes ist es am Ende, der Rauschmittel so schwierig einsetzbar macht.
Und selbst wenn wir das eigentliche Ziel des Rausches, die Extase, in den Vordergrund stellen ist da immer noch dieser Faktor des Kontrollverlustes das tragende Element. Wenn man also den Rausch, ob jetzt in Folge eines künstlichen Rauschmittels oder einer hysterischen Methodik, thematisieren will, bleibt eigentlich nur der Kater danach etwas, auf das man sich eigentlich fokussieren müsste.
Von daher ist es auch gar nicht so unverständlich, dass sich anthike Gottheiten wie Dionisos oder auch Hathor je nach Interpretation auf das Konzept von Sex, Drugs & Rock‘n‘Roll runterbrechen lassen. (Wenn auch gelegentlich in einem blutigen Ereigniss.)

Von daher sehe ich im Kern fürs Rollenspiel außerhalb des Raumes von solchen Geschichten wie „Bluebooking“ am ehesten zwei Verwendungsmöglichkeiten, was das Thema Rauschsubstanzen angeht:

1.) Der Morgen danach: Die Charaktere erwachen aus einem Rauschzustand mit dem berüchtigten Filmriss. Das an sich währe jetzt nicht so Problemtisch, wenn sie nicht direkt neben der Leiche einer jungen Frau (oder wahlweise auch der präverierten Geschlechts des jeweiligen Charakters) erwachen würden. Dieser Umstand an sich währe jetzt nicht sofort ein Problem. Wenn man jetzt aber noch Hinweise hinzu konstruieren würde, die entweder auf sexuelle Aktivitäten mit oder z.B. die befriedigung kanibalistischer Bedürfnisse an der kürzlich verstorbenen Person beinhalten, würde der Verdachtsmoment automatisch auf die Spielercharaktere fallen. Und als weiteren Verlauf könnte man dann ein gewisser Spiel mit einer Katz und Maus Thematik aufbrechen, in der es die ganze Zeit um das Aufklären der Frage ginge, was in der Nacht an sich passiert war. (Wahlweise gilt es also einen Feind zu überführen, der einem etwas auswischen wollte und hier seine Chance genutzt hatte, oder aber auch darum, dass die Charaktere sich selbst überführen sollen. Was durchaus auch auf die eine oder andere Weise früher oder später passieren kann, indem man die Wunderwerke der Technik in Form einer Video-Aufnahme via Handycam mit ins Spiel bringt.)

2.) Survive the Party: Die Idee für dieses Szenario ist im Grunde aus der zweiten Staffel von True Blood geklaut, in der man den Gott Dionisos letzten Ende als eine Interpretation von Satan darstellt. Im Kern geht es daraum, dass bei einer Feier immer mehr und deutlich offenere Excesse zelebriert werden, weil irgendjemand eine Droge den Teilnehmern durch irgendein Lebensmittel verabreicht hat. Nur halt eben nicht den Charakteren. Und während diese Zeugen des immer triebgesteuerteren Treibens werden kippt mit einem mal die Stimmung und alle raubtierhafte Aufmerksamkeit liegt auf en Charakteren. Das anschließende Ziel sollte klar sein: Der wilden Jagd zu entkommen und ebend en Festplatz wieder zu verlassen. (Wahlweise kann man auch noch den Verursacher dieses esasters dentifizieren. Und ein gesondertes Ziel daraus machen ihn unschädlich zu machen.)

Und jetzt muss ich offen gestehen, dass solche Artikel wie dieser hier gelegentlich organisch entstehen und auf der Festplatte ihrer Vollendung harren, während in meinem alltäglichen Leben sich bestimmte Ereignisse auftun: Auf der Arbeit unterhielten eine Kollegin und Ich mich über die entstehung des Gremlin-Mythos, der sich ja ziemlich gut auf den ersten Weltkrieg zurückdatieren lässt. (Und damit zu den wenigen Monstermythen gehört, die man heutzutage ohne irgendwelche spekulativen Elemente tatsächlich herleiten kann.) Und während dieses Gespräches kam mir der Einfall, dass so etwas tatsächlich noch ginge. (Für alle, die mit dem Begriff Gremlin jetzt nur den Mowais aus der kultigen Horror-Komödie von 1984 verbinden empfehle ich die entsprechende Folge des Hoaxilla-Podcasts.)

Der Punkt bei der ganzen Sache ist folgender: Unter bestimmten Umständen fängt man unter Einfluß von Rauschmitteln/Drogen an, „Dinge zu sehen“. Das genau solch ein Moment von Hysterie und Massenhalluzinationen ein Ende wie in dem oben beschriebenen Szenario 1) hinauslaufen kann, zeigte ja schon der nicht wirklich gelungene Versuch des zweiten Teils der „The Blairwitch Project“-Reihe auf Basis eines schlechten Films weitere schlechte Filme zu produzieren (und mit deren jeweiligen Bedeutungsebenen zu spielen.) Ja: Ich bin kein Fan des Found Footage Genres.

Da wir diesen Punkt des Nachklangs allerdings schon abgehakt haben, macht es vielleicht mehr Sinn, sich mit der Frage der Bewusstseinserweiterung eines Rauschmittels zu beschäftigen, was ja im Grunde genommen der Inhalt des bereits oben erwähnten zweiten Teils, der nicht wirklich großartig weiter zu erwähnenden Filme ist, aber auch im Grunde auch im verlängerten Rahmen das Konzept hinter dem eher surrealistischem, aber ebenfalls an sich nicht wirklich gelungenem Horror Films „The Cell“.

Der Punkt bei diesem Gedankenspiel ist folgendes: Unsere Wahrnehmungen definieren ja letzten Endes unser Verständnis von Realistät. Rauschmittel verzerren hingegen diese Form der Wahrnehmung. Einer der berühmtesten Fälle eines s.g. „schlechten Tripps“, der immer wieder im Film dazu genutzt wird mögliche Folgen des Erlebnisses unter Drogen darzustellen, ist vermutlich Albert Hofmans absichtlich herbeigeführter LSD-Rausch, den man gelegentlich auch als Bycicle Day bezeichnet. Meine Überlegung währe jetzt eher: Was währe, wenn es eine Droge gäbe, die am Ende aus der Wahrnehmung tatsächlich die Wirklichkeit machen würde? Man könnte unter diesen Umständen tatsächlich gewisse Abenteuersequenzen schaffen, die das Genre jeweils durchbrechen, in dem man gerade spielt. (Wobei ich natürlich bei meiner Wahl an Beispielfilmen immer den Horror natürlich im Hinterkopf habe.) Der punkt bei der ganzen Sache ist halt eben der: Man sagt Psychotrophen Substanzen gerne kreativitäts-fördernde Eigenschaften nach. (Was bei nüchternem Betrachten aber nicht stimmt.) Wenn wir allerdings mal den schöpferischen Aspekt hineinnehmen, dann könnte man aufgrund eines Rauschmittels in einem bestimmten Szenario allerdings diesen auch für Kreativität genutzten Begriffs des „schöpferischen Funkens“ ein wenig anders auslegen:
Die Droge sorgt zwar dafür, dass das eigene Gehirn eine neue Welt erschafft, die zwar dadurch das sie Drogeninduziert ist, immer wieder mit der Realität kollidiert und dazu führt, dass sich die Frage stellt, ob der Rausch der Sinnestäuschung wirklich haltbar ist, aber weil in der realen Welt unter Umständen Verwundungen auftreten, die sich nicht ohne die Komponente „Rauschwelt“ mehr erklären lassen, kommt es immer wieder mal zu bestimmten Momenten, wo etwas aus der einen oder anderen Welt dann die Schranke zwischen den Bewusstseinszuständen überschreitet.
Spannend wird das in dem Moment, wo nach einem langen Abenteuer und den schmerzen des Enzugs der Charakter eigentlich wieder in der normalen Welt follkommen verankert sein sollte. Gebranmarkt natürlich als Verlierer und Junkie mit potentieller Rückfallquote, aber halt eben trotzddem irgendwie „Clean“. Und dann tritt mit einem mal ein Wesen aus der anderen Welt erneut an seinen Schöpfer heran, weil es irgendwann im Rausch die Barriere zwischen den Welten überschritten hatte und jetzt festsitzt. Das kann sowohl das Monster des Alptraums sein, vor dem du immer wieder davongelaufen bist und dem du dich jetzt stellen musst, um schlimmeres zu verhindern. Das kann aber auch einfach nur die sprechende, grüne Katze mit den violetten Stiefeln sein, die sich fragt, wie sie wieder nach Hause gelangen könnte, weil ihr diese Welt nicht gefällt und ihr „Schöpfer“ die einzige Person ist, die sie in dieser Welt kennt.