Dienstag, 9. Oktober 2018

Maltagebuch: Wenn man wieder in etwas einsteigt.


Der Teddy hat ja die Bombe drüben bei den neuen Abenteuern bereits platzen lassen. Nachdem ich so um ca. das Jahr 2000 rum dem Tabletop-Hobby den Rücken gekehrt hatte, weil ich weder Zeit noch Spieler zu dem damaligen Zeitpunkt noch so wirklich fand, haben ein paar Tropfen den Stein doch so langsam ausgehöhlt und ich sitze derzeit hier und habe mal wieder aus irgendeiner Perspektive zu viel Geld ausgegeben. Schuld sind dabei vor allen Dingen die Orkenspalter, die ihren Kumpel Steff vor die Kamera gezehrt haben und mir mit der Steff Stoff Show irgendwie wieder die Lust aufs Malen bereitet haben. (Insgesamt steckte bei mir wohl noch eine menge Sehnsucht drin. Irgendwann in der zweiten Hälfte der frühen 2000er hatte ich nämlich auch schon mal aus einer blöden Idee heraus einige Minis von Reaper Miniatures nochmal gekauft. (Man könnte ja einfach nur so, für die Vitrine ein wenig malen. Ähm ja. Daraus geworden ist nichts.) Jedenfalls gehören die Streams die Steff, seid er sich mit seinem Regieeichhörnchen selbstständig auf einen eigenen Kanal austobt, mittlerweile auch schon seid einer ganzen Weile zu meinem gelegentlichen Abendprogramm. (Und wer den Chat der Streams verfolgt weiß, dass mein Ausweichpseudonym „OrakelofDeath“ nicht gerade leise in der Beteiligung ist.) Das gleiche gillt zwar auch für die Meditativen Malstreams von Mhaire, die jetzt die Steff Stoff Show irgendwie ersetzen müssen, da diese ja ausgewandert ist, aber irgendwie hänge ich doch mehr beim Original rum. Man muss dabei allerdings eine Sache gleich hinzufügen: Meine bisherige Karriere mit Minis-Schubsen war immer schon GW-Geprägt, von daher kenne ich auch gar keine anderen Tabletop-Spiele bislang. (Gut: Hier steht irgendwo ein Hordes-Grundregelwerk im Regal rum, aber das hatte ich damals auf einer Tombola gewonnen und fand keinen, der es haben wollte. Egal ob jetzt geschenkt oder getauscht.) Von daher dürfte es eigentlich nicht verwunderlich sein, dass ich bei entsprechenden Überlegungen eigentlich immer nur mit der Frage im Kopf rumspielte: Welche 40K-Armee sollte es denn sein? Und hierbei muss ich dann jetzt gestehen, dass meine abstruse Gehirnchemie meinen Mädels-Tick, den ich auch schon im Rollenspiel austobe, hier ebenfalls zu einem Ziel gebracht hat: Ich möchte eigentlich eine Armee des Adeptus Sororitas erstellen. (Und ihr dürft mir jetzt ruhig sexistische Grundtendenzen vorwerfen, weil ich auf Boob-Armor abfahre. Scheinbar feiert sich die komplette Szene ja im Moment selbst dafür, weil sie jede Form der Darstellung weiblicher Formen gleich unreflektiert mit dem Schlagwort „Sexismus“ brandmarken will.)

Anyway: Am Ende war es eine Äußerung von Infernal Teddy auf Twitter gewesen, die zu einem Austausch zwischen uns Beiden geführt hatte. Und der zu dem Ergebnis, dass ich jetzt gerade die Death Guard-Minis zu hassen anfange. Es gibt nämlich akut in diesem Zusammenhang zwei Gründe, warum ich nicht direkt mit den Töchtern des Imperators einsteige: Fürs nächste Jahr sind neue Bausätze auf Plastikbasis angekündigt. Sprich: Offizielle Miniaturen bestehen aktuell nur aus Restbeständen, die in den 90ern für die damals auslaufende, zweite Edition gestaltet worden sind.
Und für den zweiten Grund habe ich hier zwei Bilder vorbereitet:


Was ihr hier seht ist zum einen meine allererste Miniatur überhaupt, ein Captain der Spacemarines mit E-Faust,Den ich etwa um 1993/1994 bemalt haben muss. Und direkt daneben steht eine Miniatur, die ich aus den 3D-Druckern der Firma Hero Forge habe für mich anfertigen lassen. (Was ihr seht ist der jetzt bemalte Marker für Drusilla, meinen Charakter aus der D&D-Kampagne.) Der Grund warum ich diesen historischen Bezug aus meiner allerersten Mini überhaupt zu der ersten Mini nach ca. 18 Jahren herstelle sollte klar sein: Ich will hier eine Antwort auf die Frage gleich mit abliefern wie viel ich mich eventuell seitdem weiter entwickelt habe und wo ich jetzt Verbesserungsbedarf sehe. (Die Antworten darauf lauten: Nicht sonderlich und eigentlich überall.) Denn auch wenn die Steff Stoff Show bei mir erstmal eine Sehnsucht wieder geweckt hat: Den Handwerklichen Teil hatte ich damals nur in seiner Funktion erahnen können. (Und Steff ist Technisch leider noch nicht weit genug ausgebaut, als dass man seine Streams als wirklich nützliche Tutorial-Ansätze bezeichnen könnte.) Aber Youtube währe nicht Youtube, wenn da nicht noch ein paar andere Anlaufstellen wie Beispielsweise die Rocket Beans Sendung „Diced“ existieren würden. Und Denis bringt zumindest einiges an nützlichen Tutorials auf den Bildschirm. Mein derzeitiges Ziel ist also weitestgehend klar: Abseits davon, dass ich derzeit einiges an Geld in Farben und Werkzeugen verpulvere hat die Death Guard den simplen Grund, dass ich mir mit Hilfe von Chaos Marines über Kurz oder Lang möglichst Systematisch die Maltechniken aneignen will. (Und selbst die Chaosmarines sind da immer noch die dankbareren Opfer für, da sie auch mal wirklich beschissen aussehen können dürfen.) Dementsprechend war einer meiner ersten Schritte natürlich eine Sondierung meiner alten Farben, mit ein paar Erkenntnissen: Citadel hatte anscheinend in den frühen 90ern noch die besten Farbtöpfchen. Während nämlich meine allerersten Farben mit den Oktaeder Plop-Verschlüssen immer noch brauchbar aussehen, kann ich die gesamte Ansammlung an Farben mit Schraubverschlüssen schlicht und ergreifend wegwerfen, weil sie ausgetrocknet sind. Ergo hieß es für mich in diesem Sinne auch erstmal aufstocken. Sowohl „normale“ Farben, als auch gewissen Farben für das Projekt Death Guard. Und da hat sich aus der Erfahrung und ein wenig Youtube-Recherche für mich folgendes Bild ergeben: Meine Hauptmarke wird wohl in Zukunft die Firma Valjecho sein. Ein paar Töne habe ich allerdings auch von Army-Painter erworben, weil ich gerade die entsprechenden Farben von Valjecho nicht bekam. (Kein Problem, ist ja Alles irgendwie vergleichbar.)
Falls aber trotz alledem irgendjemand ein gutes Tutorial zum malen von Haut (speziell im Gesicht) weiß: Bitte her damit!

In diesem Sinne haben meine Freunde auf Facebook natürlich bereits ein paar erste Bilder davon beobachten dürfen, wie die gesamte Geschichte anfing, was Zusammenbau und Grundierung betrifft. (Und meinen langsam wachsenden Hass auf die Feinteiligkeit der Minis, bei denen ständig Dinge abzubrechen drohten/drohen oder sogar bereits abgebrochen sind.)

Und ich habe einen Zufallsfund gemacht, den ich außerhalb jeglicher Planung sofort für mich haben musste.

Unabhängig davon: Natürlich bleiben die Sororitas mein Ziel. Allerdings heißt das ja nicht, dass ich nicht schon mal einen Blick auf die Möglichkeiten dieser Armee werfen kann. (Okay, zugegeben. Das ist jetzt alles ein wenig gefuscht, weil Raging Heroes eigentlich ein alternativer Hersteller ist. Aber auf diese Weise kann ich mir dann schon mal ein paar Gedanken über mögliche Farbschemata machen. Wenn auch nur im Kleinen. Und auch Wargames Exclusive bieten eine kleine Auswahl an, die ich mir noch ansehen muss. Zumal beide Hersteller auch mögliche Minis anbieten, die nach Adeptus Mechanicus und Co. aussehen. Somit habe ich im Hinterkopf immer noch die Frage, ob es nicht Möglich wäre eine kleine „All Female“-Armee auszuheben, die einfach auf einen Trupp der Inquisition als Alliierte zurückgreift.) Allerdings ist das halt noch die eigentliche Zukunftsmusik.
Ach ja. Der kümmerliche Ist-Zustand des derzeitigen Bemalstatus sollte hier wohl auch erstmal noch gezeigt werden:

Und was soll das Ganze hier jetzt eigentlich insgesamt? Da ich hier ja eigentlich einen Rollenspielblog vom Grundgedanken her betreibe ist dieser Ansatz mit dem Tabletop-Minis als zusätzliche Rubrik nur eine Ergänzung, um mich gelegentlich über ein anderes Hobby auf die eine oder andere Weise auszukotzen. Da wir allerdings im Hobby auch immer wieder mal mit Miniaturen als Markern für irgendwelche Kämpfe hantieren (auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass mich dieser Aspekt mancher Systeme eher langweilt) kann es durchaus interessant sein, denke ich, wenn ich hier gelegentlich über das bemalen ein wenig fachsimple. (Außerdem habe ich vor kurzem auch noch eine Box mit unbemalten Minis aus den 90ern und die paar Neukäufe aus der anderen Versuchsphase wieder gefunden. Von daher ergibt sich hier durchaus ein Bild, auf dem man in mehreren Richtungen auch für das Rollenspielhobby dabei aufbauen kann, indem mal entweder über Farbwahl philosophiert, oder einfach mal in der Miniszene ein paar Einblicke gibt.) Fakt ist nur: Das Maltagebuck soll nicht zu den Montagsartikeln kommen. Die bleiben mit ihren Schwerpunkten so wie sie sind unangetastet, sondern wir haben hier jetzt eine unregelmäßig an einem anderen Tag erscheinende Reihe, die ein eigenes Thema abbekommt. Und eventuell kombiniert sich der ganze Klumpatsch auch gegenseitig mit den Artikeln von Teddy. Schaun wer mal.


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