Okay. Normalerweise würde ich ja dazu
übergehen eine unendlichen Laufbericht, der sich an James Joyce
Ulisses orientiert, hier als „NachSpielbericht“ hinzuschreiben,
aber irgendwie ist mir dieses Jahr ein wenig die Lust darauf
vergangen. (Es fehlten einfach ein paar Gesichter... irgendwie.)
Also, fangen wir erstmal mit meinen
persönglichen Grundlagen des ganzen an: Ich bin dieses Jahr zum
ersten Mal an einem Sonntag in Essen gewesen. Grund dafür war meine
aktuelle Job-Situation, sowie die Tatsache, das am Abend vorher das
Monatstreffen der Chronik Schattenspiel in Münster war. Dadurch kam
es diesmal zur noch nie dagewesenen Zufalle, dass ich jemanden
Begleitet hatte, mit denen ich dann die Spiel gemeinsam „erlaufen“
habe. Caninus und Infernal Teddy von Neue Abenteuer waren meine
Schildgefährten, wenn man das mal so ausdrücken will.
Derzeit ist die Situation mit der Spiel
ja ein klein wenig verfahren: Durch den Abriss und Wiederaufbau von
verschiedenen Hallen hat sich diesmal einiges umverteilt, weil die
Messe nicht mehr über den gewohnten Komplex stattfindet, sondern die
bislang ungenutzten Hallen 1-3 ihren Boden hergeben durften. Dadurch
hatte man jetzt folgenden Effekt gehabt: Zum einen soll jetzt
deutlich mehr Fläche zur Verfügung gestanden haben, zu anderen
hatten einige Spieler aus der Vampire-Domäne am Samstag das Gefühl
gehabt, deutlich schneller über die Spiel zu kommen und alles
gesehen zu haben. (Letzteres ist also eine klar negative Qualität
gewesen.)
Was soll man dazu jetzt sagen: Beide
Punkte könnten stimmen. Allerdings kann das auch gerade mit der
umgewöhnung zusammenhängen. In der alten Messeaufteilung war man
sehr viel schneller an den „geekigen“ Ständen in Halle 6 und
konnte dann mit einem wesentlich aktiveren Ausfiltern in die anderen
Hallen vordringen, weil man bei den Rollenspiel-Sachen sich selbst
sehr viel schneller zurechtgefunden hat. Jetzt ist es eher so, das
man zwar besonders nach den eigenen Ständen aktiv sucht, den Rest
aber ausfiltert, während man durch die einzelnen Reihen der Hallen
„hetzt“.
Man muss dabei Hinzufügen, dass es für
Infernal Teddy die erste Spiel überhaupt war, die er besuchte. Und
dafür betrachtet hatte er sich ziemlich geschickt verhalten:
Innerhlab kürzester Zeit hatte er einen Stand gefunden, an dem er
eines der mittlerweile seltenen Exemplaren von White Wolfs
„Aion“-Grundregelwerks erstanden hat. (Zu einem Spottpreis
wohlgemerkt.) Für uneingeweihte: Aoin ist der ursprüngliche Name
des Rollenspiels „Trinity“, mit dem die weißen Wölfe damals in
die Science Fiction eingestiegen sind. Aufgrund von Namensrechten
mussten sie aber das gesamte Projekt innerhalb kürzester Zeit
umbenennen in den heutigen Namen. Die entsprechenden Bücher, die den
ursprünglichen Namen tragen sind also durchaus begehrte
Sammlerstücke. (Du hattest doch eine Karte von dem Ladenbesitzer
bekommen, Teddy. Stand da auch eine Webadresse drauf?)
Man muss übrigens eines als Fakt
betrachten: Der „Teddy“-Effekt, der Infernal Teddy und Moritz voneinander fernhält, ist definitiv weiterhin aktiv. Laut Nik von
Mantikore war Moritz definitiv am Sonntag auf der Spiel, aber leider
ist er mir nicht über den Weg gelaufen.
Dafür habe ich aber Sebastian Deutsch
(aka Grosi) und die übrige Meute von Prometheus Games mal wieder
gesehen. (Plus deren „eingeflogenem“ Mitglied. (Prometheus Games
hatten übrigens die „All Rolled Up Gaming Rollen“ als kleine
Besonderheit dieses Jahr unterstützt. Und ich hab Grosi gezeigt,
dass es ein sehr spezielles Motiv gibt, das man leider nicht so ohne
weiteres auf der Spiel erhalten kann. „An Information to die for“,
die Rolle mit den Star Wars Greenprints.)
Und Camillo bei Q-Workshop hat Teddy
und Caninus gleich die Freundschaft gekündigt, nachdem er
herausgefunden hat, dass die beiden auch mich kennen. (Das dürfte
für die drei also demnächst ein sehr entspannendes Dresden Files
demnächst ergeben. ;) ) … Für uneingeweihte: Camillo hat einen
eigenwilligen Humor und wir beide ziehen uns seid wir uns kennen auf
den Messen immer wieder ein wenig ironisch-humoristisch auf.
Und ich hab Leronoth zum ersten mal Live und in Farbe kennen gelernt. Wir sind ja beide als aktive Rezensenten drüben bei den neuen Abenteuern aktiv.
Wie dem auch sei: Ich hatte zweimal
Kreise gezogen. Als nämlich Teddy und Caninus gingen, habe ich ein
paar andere Freunde aufgesucht, die ebenfalls zum ersten Mal auf der
Spiel waren. (Einer der beiden ist übrigens ein kleines
„Nebenprojekt“ von mir und einer Freundin, was das Anfixen mit
dem RPG-Virus anbelangt.)
Und dabei veränderte sich dann auch
meine entsprechende Wahrnehmung des ganzen. Ich entdeckte Plötzlich
einige Stände, an denen ich vorher einfach nur blind vorbeigerannt
war. Jedenfalls haben sich auf dem Weg dann doch noch ein paar
Erwerbungen machen lassen, die ich schon etwas länger auf dem Kieker
hatte. (Und die mir ansonsten beim Ersten mal drüberlaufen entgangen
waren.)
Und „Japanime Games“, die letztes
Jahr einen sehr breiten Stand auf der Comic Action hatten, haben sich
in deutlich kleinerer Formation nochmal präsentiert. (Diesmal sind
sie mir dann aber als Name im Kopf geblieben.)
Der Grund, warum ich jetzt ins Grübeln
gerate ist Folgender: Japanime Games vertreiben zwei Deckbuilding
Games mit Anime-Optik und versauten Themen/Motiven. „Tanto Cuore“
ist Quasi das Rollenspiel „Maid“ als Kartenspiel. Man ist ein
Hausbesitzer und versucht seinen Haushalt mit dem anwerben von
Hausmädchen zu bestreiten, die dann auch für Loveinterests mit
eingebracht werden. „Kazume Godess“ ist ein Kampf zwischen
Göttern der Antike und ihren Gespielinnen.
Beide Spiele leben von dem sehr starken
softerotischen Manga-Stil der Illustrationen, welche zum Teil auch
sehr explizite Andeutungen von „echi“- und „hetai“-Themen
aufzeigen.
Ich erwähne diese beiden Spiele
deswegen, weil ich mit einer Freundin ein Gespräch über das Spiel
Tanto Cuore geführt hatte, das sie schon als sehr stark „gegen den
guten Geschmack“ empfand, während ich doch sehr angetan von dem
ganzen bin, was die ästhetische Aufbereitung anbelangt..
Jedenfalls könnte es durchaus
passieren, dass ich mir in absehbarer Zukunft dann doch eines von
diesen Beiden Kartenspielen zulege. (Gerade weil ich wegen der
entsprechenden Aufmachung sowohl dieses Jahr, als auch letztes Jahr
schon genau darüber gegrübelt hatte.)
Tja, wir werden sehen. Auf jeden Fall
ist die Spiel sehr viel Anders, als man es normalerweise erwartet
hat.
Den einzigen, den ich nicht geschafft habe zu sprechen, obwohl ich es eigentlich wollte, war Scorpio. Der war aber auch dermaßen bei Ulisses überlaufen, dass man das echt vergessen konnte. Naja, vielleicht ein anderes Mal.
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Das ist übrigens meine Ausbeute. Demnächst wohl auch hier und da verissen. |