Montag, 13. Mai 2019

Rezension: Matra Milan: Talisman Himari (Band 07)

Cover: Matra Milan
Talisman Himari
Band 07
Verlag: Planet Manga
Zur Rezension des letzten Bandes hatte ich ja schon die Vermutung geäußert, dass im Verlauf der folgenden Bände vermutlich noch mehr über die Natur der Ayakashis auf die eine oder andere Weise offenbart wird. Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass die entsprechende „Auslösergeschichte“ ausgerechnet hier gleich nachgereicht wird: Der Band beginnt damit, dass Himari sich mit dem fliegenden Ayakashi unterhält, mit dem der letzte Band endete, und anschließend den Kampf sucht, um ihren jungen Herrn zu verteidigen.
Die Folge daraus ist allerdings auch, dass Yuuto einen kleinen Einblick in das vollständige Wesen seiner Beschützerin bekommt und daraus folgend anscheinend einen schweren Entschluss fasst: Er nimmt sein Schicksal als Oni-Töter an, wobei der Grund dahinter anscheinend eher der ist, Himari zu beschützen. Und darauf folgt dann eine Menge hartem Trainings, allerdings werden auch weitere Figuren einegführt, die man auf beiden Seiten bislang nur Angedeutet hatte. (Von daher werden jetzt wohl auch die Oni-Töter-Familien nach und nach weiter beleuchtet werden, aber vermutlich auch die Ayakashis, die sich um den neunschwänzigen Fuchs formieren.)

Den Abschluss bildet dann ein Tag in einem Feriengebiet fürs Schiefahren. Hier bitten die anwesenden Ayakashi Yuuto um Hilfe, wozu er auch durchaus bereit ist. Allerdings kommt es hier zu einer verfänglichen Situation: Ausgerechnet in einem Onsen, in dem es bereits zu einer etwas verfänglicheren Situation zwischen Yuuto, Liz und einer Schneefrau gekommen ist, macht sich mit einem mal die neunschwänzige Füchsin an Yuuto ran. (Unerkannt wohlgemerkt. Zumindest fürs Erste.)

So langsam wird die ganze Geschichte mehr und mehr zu einer Erzählung über das Erwachsenwerden. In diesem Band sieht man zum ersten mal tatsächlich Brüste dargestellt. (Also, die Blankgezogene Variante wohlgemerkt.) Der Punkt dabei ist aber auch, dass auf diesem Weg das „um Yuuto ringen“ eine wesentlich neue Dimension erlangt, weil hier anders als Bislang nicht das vermeitliche „Eigentumsverhältnis“, sondern tatsächlich das Thema physischer Weiblichkeit dabei zum Tragen kommt. (Kombiniert man das dann noch mit Himaris kurzem Ausraster, der die Katze als eine deutlich finstere Person darstellt, könnte man – angesichts der Tatsache, dass Yuuto der Protagonist in diesem Kammerspiel ist – auf die Idee kommen, dass der zentrale Kniff an diesem Band eine gar nicht mal so unwahrscheinliche Angst vor dem erwachen der weiblichen Sexualität zum Thema hat…. Und die zusätzlich in diesem Band eingeführte Hitsugi Yakouin mit ihrer Fähigkeit der Absoluten Wahrnehmung ist so etwas wie die zynische Biologie-Lehererin, die ganz genau weiß, wohin die Reise geht. (Ich bin ja schon still, was dieses Überinterpretieren von Dingen angeht.)

Punkt bei der ganzen Sache ist jedenfalls, dass dieser Band einen neuen Ton anschlägt, der so eventuell vorher noch nicht in der Serie war. (Und ich muss zugeben, dass ich für das Harem-Genre zu wenig Vertreter gelesen habe, um abschätzen zu können, dass sich solche Dinge im üblichen Rahmen abspielen.) Sollte sich dieser Ansatz wirklich aufrecht erhalten, dann haben wir hier wirklich einen sehr starken Vertreter des Echi-Vorwurfs. Allerdings bleibt es Abseits davon den Prinzipien einer leichten, seichten Comedy-Reihe rund um die erwachende Liebe unter Jugendlichen treu. (Okay, natürlich garniert mit den entsprechenden Faktoren die man schlicht mit dem Wort „japnisch“ umschreibt.)

Fazit


Gott, was soll ich jetzt dazu sagen? Der siebte Band dreht ein wenig an ein paar Stellschrauben und entlässt mit einem mal den Mädchen-Zirkus. Der Punkt bei dieser ganzen Sache ist halt, dass das Ganze dem Bild entspricht, dass ich bislang als „Stilmittel“ für das Harem-Genre identifiziert zu haben meine. Insofern macht das Ganze eigentlich alles Richtig, überdreht jetz tin diesem Band nru ein wenig, weil die weiblichen Figuren nochmal mit einer zusätzlichen Schüppe obendruaf präsentiert werden. Insofern ist das alles jetzt gerade, soweit man diesen Band für sich jetzt betrachtet, mit einem gewissen Geschmack versehen, aber ansonstne weiß der Band durchaus zu unterhalten. (Und ganz ehrlich: Wenn man nicht stellenweise damit rechnen würde, dass entsprechende Szenen existieren, würde man nicht unbedingt auf eine solche Reihe zurückgreifen, was die eigene Untrerhaltung betrifft.) Insofern kann man im Moment eigentlich nur reinen gewissens sagen, dass die ganze Sache „nett“ ist. Inwiefern da aber mehr bei herumkommt, muss man wohl wirklich jetzt abwarten.

Montag, 29. April 2019

Rezension: Matra Milan: Talisman Himari (Band 06)

Cover: Matra Milan
Talisman Himari
Band 06
Verlag: Planet Manga
Eigentlich müsste man sagen, dass es in dem sechsten Band der Serie „Talisman Himari“ im Kern um den Aspekt des Wundenleckens geht. Allerdings ticken dann einige Figuren selbstständig aus, um dem Ganzen ein paar neue Züge zu verpassen.
Im Kern dreht sich nämlich vieles um Shizuko, die sich sowohl an Kuesu als auch an Himari wendet, weil sie so etwas wie eine sehr späte Rache nehmen will. (Das Zeitgleich die beiden neuen Ayakashis Tama und Shouten-Douji kanibalisch durch die Gegend ziehen und für Ärger sorgen, muss man hier nicht großartig erwähnen, denn sie spielen für diesen Band keine wirklich zentrale Rolle.)
Der Punkt bei der ganzen Angelegenheit ist halt, dass es hier über das so unglaublich typische Spiel um „Rache an den Oni-Tötern“ geht. Nur das im Falle vond ieser Geschichte halt eben mal ausnahmsweise nicht Yuuto das Ziel ist.Ganz im Gegenteil: Hier wird eigentlich einmal das Komplette Repertoir an Charakteren bemüht, die über die letzten Bände eingeführt wurden, um eine ganz bestimmte Charaktereigentschaft klar aufzuzeigen: Würden diese ganzen jungen Damen eben nicht von Yuuto geleitet, währen sie alle durch die Bank weg Arschlöcher!
Und da sollte es wenig verwundern, dass der Abschluss des Bandes wieder in Richtung „sanfter Umwerbung“ 8mit all ihrer, genretypischer Aufdringlichkeit) geht und die Gruppe erneut zu einem Zustand der Normalität verfällt. (Und zwar ausgerechnet an Weihnachten.)

Das im weiteren Verlauf der Geschichte nochmal irgendwas im Busch ist, sollte niemanden mehr verwundern. Fakt ist, dass diese „Monster of the Week“-Plots, die Talisman Himari bis jetzt ausgemacht haben, immer wieder auf einen Status Quo am Ende hinauslaufen. Der Punkt dabei ist nur, dass dieser Status Quo dann immer wieder mit einem Meta-Plot kollidiert, der Gelegentlich dann doch Neuerungen in die Geschichte bringen muss. Und dadurch, dass der Aufmacher innerhalb dieser sehr speziellen Erzählung eigentlich den Aufhänger hat, dass ein „Jäger“ von seiner „Beute“ umgarnt wird, macht einiges dabei noch komplizierter. Anders als es Beispielsweise in der „Rosario + Vampire“-Reihe der Fall war, haben wir hier nicht direkt den Schutzgedanken als das verbindende Element, weil die gesamte Geschichte auf einem Versteckspiel als zentralen Twist aufbaut, sondern eben genau das Gegenteil: Alle Wissen voneinander, wer sie sind, ohne das jemand sich in irgendeiner Weise verstecken muss. Dadurch bekommt die Alltäglichkeit aber einen ganz anderen Fokus mit einem mal: Die Monster (und Monsterjäger) sind „Normal“ folglicherweise kommt von außen ein ganz anderes Element mit in die Geschichte, bei dem man sich dann irgendwann einer Form von Gefahr wirklich bewusst werden muss. (Was auch dazu führt, dass diese Geschichte irgendwie als eine Art Analogie zur Pubertät funktioniert.) Sei es drum: Die Geschichte der Gefahr dürfte hier weiterhin das zentrale Element bleiben. Meine Vermutung bei der ganzen Geschichte dürfte hier jetzt sein, dass man nach und nach bei jedem einzelnen der übernatürlichen Damen noch einmal einen derartigen Ausraster und entsprechende Antipathien in die Geschichte einfügen wird, die dann noch einmal auf der theoretischen „Familienzugehöigkeit“ wieder auflösen wird. (Da allerdings dann auch noch diese leicht kanibalischen Ayakashis durch die Gegend spazieren dürfte am Ende wohl irgendeine sehr starke Bedrohung noch anstehen.)

Das diese Form der romantischen Komödie stilistisch immer noch in ihren Konventionen gefangen ist, sollte jedem bewusst sein. Wir haben hier schlicht und ergreifend nichts neues, was man nicht auch bei anderen Genrevertretern in Variation ebenfalls finden kann. (Und das der grafischen Stil keinerlei Ausfälle an sich hat, sollte hier auch keiner Erwähnung mehr Wert sein.)
Insgesamt ist das hier also eine Geschichte, die wir als „solide“ Bezeichnen können. Es gibt kaum Überraschungen, allerdings taugt das Ganze zur Unterhaltung dann doch ganz gut.

Fazit


Talisman Himari bleibt auch in seinem sechsten Band einfach „nur“ ein guter Vertreter des Harem-Genres. Man kann hier keine spontanen Ausfälle erwarten, aber wer sich auch nur ein wenig mit den Konventionen auskennt, wird eben auch keinerlei wirkliche Überraschungen mehr erwarten dürfen. Das Ganze bleibt einfach nur angenehme Unterhaltung für Fans dieser Form von Geschichten.

Dienstag, 23. April 2019

Von der Fleischeslust? (D&D 06)


Okay, wer die letzte Woche hier beobachtet wird sich bereits denken können: Ich war etwas unter Zeitdruck den Spielbericht von der letzten Sitzung rauszuhauen, bevor wir uns am Karfreitag wieder trafen, um erneut in die Welt von Ravenloft abzutauchen. (Übrigens eine Wunderbare Tradition dieses Tanzverbot an bestimmten Feiertagen: Man muss das dringend auf weitere Tage ausweiten.) Anyway: Ich glaube so langsam bekommen unsere Charaktere gerade einen Eindruck dafür, warum Barovia ein dermaßen verfluchter Landstrich ist.


Und somit brachen die drei Gefährten, im Schlepptau das Geschwisterpaar Inack und Irina, in Richtung von Krest auf. Auch wenn nicht von Anfang an allen klar war, dass sie die Reise nicht innerhalb eines Tages gestemmt bekommen würden. Dies erfuhr man erst während der ersten Wegeststunden von Isnack, der dabei auch noch durchblicken lies, das er zumindest einen Großteil der Gegend im Umkreis von Barovia bereits erkundet hatte. Insofern war ihm auch der Weg nach Krest geläufig, auch wenn man dabei so oder so über Vallaki dabei reiten müsste.

Insofern ergingen sich Ramius und Ogen über ihre üblichen Diskussionen darüber, dass sie sich wunderten, wie in dieser abgeschiedenen Gegend inmitten des Nebels überhaupt genügend Nahrung produziert werden könnte, um die hiesige Bevölkerung am Leben zu erhalten. Ganz zu schweigen davon, dass hier doch je nachdem wie lange die „Herde“ für den Vampir erhalten geblieben werden müsste, doch auf lange Sicht neue Personen in die Meute eingeführt werden müssten.

Und das ging eine ganze Weile so, während man zwischendurch die üblichen Gegebenheiten architektonischer Natur betrachtete. Sowohl überquerte die Reisegruppe eine von steinernen Gargoylen gesäumte Brücke, als das auch ein weiteres Tor passiert wurde, das sich wie von Geisterhand öffnete. Und erst als man einen dichten Wald passierte, in dem einige Eichhörnchen entdeckt werden konnte gab sich zumindest Ogen einigermaßen zufrieden, was die möglichen Quellen für die Ernährung anlangte.

Jedoch sollte die gegeben Ruhe auch nur von kurzer Dauer sein. Denn kaum wurden die Palisaden von Vallaki, begannen die beiden diskussionsbedürftigen Personen in der Gemeinschaft sich mit einem mal über die Fähigkeiten von Vampiren zu unterhalten, wobei Ramius einiges an Wissen über die Brut eines einzelnen Vampirfürsten durchblicken ließ. Und als man schließlich Vallaki erreichte schaffte man es kurz vor der Sperrstunde der Stadt noch sich in die schützenden Pallisaden zu begeben. (Wenn auch nur mit sehr viel Überzeugungsarbeit, denn die mürrischen Torwachen wollten die Reisegruppe eigentlich auch so gar nicht erst ins innere der Ortschaft lassen.) Und während man ins inenre der Ortschaft ritt kam man zuerst an einem größeren Lagerhaus vorbei, ehe Isnack zielstrebig ein Gebäude ansteuerte, dass anstelle eines Namens auf der entsprechenden Aushangtafel das Abbild eines blauen Wasserfalls vorwies. Da dieses Etablissement das Einzige zu sein schien, was diese Ortschaft vorzuweisen hatte, stiegen die Gefährten hier ab und während Ramius die Pferde hinter dem Gebäude unterbrachte orderte Ogen im Inneren ein Zimmer für 5 Personen und eine Nacht.

Während die anderen anwesenden sich mit der im Zimmerpreis eingeschlossenen Suppe aus roter Beete begnügten orderte Ogen ein Steak vom Wolf, das entsprechend lautstark aus der Küche heraus zubereitet wurde. (Wolfsfleisch war sehr zäh, wie Ramius zu berichten wusste.) Und außerdem bekam man eine kurze Einführung in den örtlichen Weinanbau. Wie sich herausstellt bietet die Wirtschaft zwei Weinsorten an: Die eine nennt blauer Traubenmatsch und die andere verstampfter Drache. Zwar nehmen alle Reisegefährten den teureren Wein, jedoch ordert Ogen auch noch ein zweites Glas dazu, welches den deutlich günstigeren enthält… und stellt dann fest, dass es sich um Essig dabei handelt. Andererseits kippt sie dann diesen über das gebratene Stück Fleisch, uns sinniert, während ihr das komplette Steak noch aus dem Mund hängt, kauend darüber nach, dass man die hiesige kulinarische Theorie quasi über nacht dadurch revolutionieren könnte, wenn man dem hiesigen Küchenchef das Konzept von Marinaden nahe brächte. (Das einige andere Reisegefährten bei diesen Ausführungen nur eine Augenbraue hochzogen wurde dabei natürlich geflissentlich ignoriert.) Jedoch schien ein anderes Problem die Teiflinksdame auch nicht so ganz zur Ruhe kommen zu lassen: Da das örtliche Weingut sich Selbst als „Wizards of Wine“ bezeichnete, fragte sie sich, warum man als Zauberer seine Kräfte für Wein ausnutzen müsste. (Und der Einwand Drusillas, dass das Ganze vermutlich nur darauf zurückzuführen sei, dass man einen entsprechend auffälligen Namen bräuchte, war anscheinend nicht sonderlich überzeugend.)

Schließlich, als alle Fünf allein auf dem Zimmer waren, blieb noch eine Frage des Gesprächthemas offen: Warum zeigte Graf Strahd so ein großes Interesse an Irina. Es bedurfte allerdings eines entfernten Halstuches und der aktiven Entblößung der Bißmale durch Drusilla, bis Irina zumindest halbwegs Ehrlich die entsprechenden Details herausbrachte: Sie hatte keine Ahnung, warum ausgerechnet sie die Aufmerksamkeit des Barons auf sich gezogen hatte. Ihr Vater habe allerdings schon vorher die meiste Zeit über versucht, seine adoptierte Tochter immer vom Herrscher des Landes fern zu halten, bis dies aus irgendeinem Grund nicht mehr möglich wahr. Irina sei ein Findling gewesen, die allein Gelassen in der Wildnis aufgelesen und anstelle einer eigenen Tochter groß gezogen worden sei. (Somit blieb dann nur noch die Vermutung, dass der verstorbene Bürgermeister von Barovia eventuell mehr gewusst hatte, als er zuzugeben bereit gewesen war.) In diesem Sinne bekamen die drei Gefährten einen Schlüssel zum Haus von Isnack und Irina, um bei Gelegenheit die notwendigen Unterlagen durchzugehen, die man dort hätte finden können. Und irgendwann begann Drusillas Gesichtsausdruck zu verhärten und ihr Blick schwang eine lange Weile zwischen Ogen und Irina hin und her, ehe sie sich an Ramius wannte und diesen bat sich Ogens Hautfarbe um einiges Blasser vorzustellen. Sie wollte eine Bestätigung vom Priester haben, ohne das dieser sich von ihr direkt führen lies. Sowohl Ogen als auch Ramius reagierten unglaublich verständnislos aufgrund dieser Aufforderung, bis die Elfe leicht entnerft auf die Tieflingsdame zuging, Haare und Hörner mit den Hände verdeckt (was nichts daran änderte, dass immer noch die violette Hautfarbe und die Zähne des dämonischen Erbes zu sehen waren) und warf einen sehr langen, fragenden Blick auf Irina. Ramisu selbst brauchte danach noch eine ganze Weile, bis ihm ebenfalls auffiel, was die Elfe meinte: Wenn man wirklich sehr viel Vorstellungskraft bemühte viel auf, dass die Gesichtzüge von Ogen und Irina eine verblüffende, fast schon zwillingsartige Ähnlichkeit vorwiesen.

Der nächste Morgen wurde durch die unangenehme Kälte von Ramius entsprechenden Gebeten an seine Gottheit eingeleitet, der natürlich sämtliche Fenster aufgerissen hatte, um sein Räucherwerk entsprechend in den Himmel zu entlassen. Und während Ogen eher blass von der Nacht sich aufrichtete entdeckte Drusilla eine Fliege an der Wand, nach der sie einen Stiefel warf, der nur beinahe Ramius getroffen hätte.

Und während man sich für den Aufbruch bereit machte, was mit bedeutete, dass Ramius die Pferde hinter dem Gasthaus wieder hervorholte, nahm ihn der Wirt zur Seite und bat ihn, das er mitbekommen hatte, das die Reiseroute sich auf dem Weg nach Krest machte, dass diese eventuell auch bei seinem Weinlieferanten vorbeischauen sollte: Anscheinend war die entsprechende Lieferung mittlerweile seid über einer Woche überfällig.

Und als dann die Reisgroupe wieder Meilen auf der Straße gut machte, tauchte auf einmal eine Gestallt inmitten des Nebels auf, die der Kleidung nach für Ramius nach einem Udgar-Bararen aus Ferun aussah. Einem anderen Barbaren-Stamm, der mal mehr und mal weniger gut mit seinen Leuten auskam. Außerdem erkannte er den Mann als Untoten. Nach einem kurzen Austausch zwischen den Beiden, bei dem Ramius die Sprache der Udgar benutzte, welche natürlich weder Drusilla noch Ogen verstehen, geht der sich selbst als „Ragnar“ vorgestellte Mann dazu über Ramius anzugreifen, was Drusilla und Ogen zwar überrascht, aber auch nicht gänzlich auf dem falschen Fuß erwischt. Und während Drusilla erfolglos den Untoten über den Haufen zu reiten versucht, gehen ihre beiden Gefährten dazu über mal mehr und mal weniger erfolgreiche, magische Attacken auf das Wesen abzugeben. Das auffäligste, was Drusilla feststellen kann ist, dass der Untote überraschend viel einstecken kann, nach dem sie ihm einige schware Wunden zugefügt hatte, die dieser allerdings immer wieder zu teilen regenerieren konnte. Und so fand sich die Elfe zu ihrem eigenen Entsetzen mit einem mal in einer festen Umklammerung des untoten Barbaren wieder, der sie zu beißen versuchte, während Ramius und Ogen schließlich auf Blitze als Attacken umstiegen. Das hatte dann am Ende zur Folge, dass der Untote, den Ramius nach einigem Überlegungen später als Wiedergänger identifizierte, sich in einen Haufen übelriechende Asche verwandelte, allerdings die Elfe sich noch irgendwie rechtzeitig losreißen konnte, ohne dabei irgendeinen Schaden davonzutragen. (Ramius sammelte jedenfalls die Asche ein, um Ragnar zu einem späteren Zeitpunkt, bevor er sich einen neuen Körper geholt hatte, über seine Einsichten diese Zwischenebene betreffend, zu befragen.)

Der weitere Verlauf nach Krest verlief glücklicherweise Ereignislos: Man hielt zwar noch einmal kurz an einem Wegweiser an, der zum Weingut führte, wo ein leichtes, silbernes Glitzern am Wegesrand dazu führte, dass Drusilla einen silbernen Anhänger in Drachenform im Gras entdeckte, den sie sich einsteckte, aber das eigentliche Problem war Krest selber: Der Bürgermeister der Ortschaft motzte seien Fremdenfeindlichkeit hervor, weil er keinerlei Spione des Vampires Strahd in seiner Stadt dulden wollte und Fremde nunmal nichts vertrauenswürdiges darstellten. Er würde Maximal die Tore der Stadt als Zeichen der Gastfreundschaft öffnen, wenn man ihm im Gegenzug einen Gefallen vorher erwies: Der Wein war ausgegangen. Trotzdem konnte man ihn wenigstens davon überzeugen, dass Irina und Ismack in Sicherheit aufgenommen würden (zumal Ismack den Mann sogar kannte), damit die drei Gefährten sich bei einer gefährlichen Situation nicht auch noch als Babysitter beweisen mussten. Somit macht man sich auf den Rückweg, nur um dieses mal den Weg in Richtung des Weingutes einzuschlagen.

Vor Ort begegnen wir einer Gruppe Gestallten in Kapuzen, die beinahe wie Kultisten aussehen. Als sich die Drei den Personen nähern nehmen einige von ihnen die Kapuzen herab und einer von ihnen sieht aus wie eine deulich ältere Version des Wirts in Vallachy. Anscheinend handelt es sich hierbei um den Vater der entsprechenden Person, welche zerknirscht darüber aufklärt, dass einige Druiden, welche Strahd dienen, der von sich ja immerhin behauptet, er währe das Land, die Leute von ihrem Weingut vertrieben haben, um dieses zu übernehmen.

Als man sich also dem Weingut nähert kommen aus den Weinstöcken eine Gruppe Needleblight hervor, welche zum Angriff auf die drei Gefährten übergeht, aber durch die Spruchrolle „Sunburst“, welche Drusilla für Ogen noch vor einigen Wochen in Faerung erbeutet hatte, fallen diese innerhalb kürzester Zeit zu Asche. Das hatte allerdings zur Folge das deutlich kleinere Varianten von diesen Blights, die von einer Gestallt in Rüstung angeführt wurden, aus dem Weingutgebäude hervortreten. (Und garantiert wurden in den Folgenden Runden definitiv nicht mehrere „Ich bin Groot!“-Witze gemacht.) Ramisu und Drusilla konnten zwar mit einer Kombination aus Blitzen und anschlißenden Wurfmessern den menschlichen Kämpfer niederstrecken, die kleinen Blights aber forderten deutlich mehr Zeit mit sich, was nur dazu führte, dass immer wieder neue Wellen an Gegnern auftauchten. Am Ende waren es unzählige Blitze von Ramius, die den Tag retteten. Ogen, die dummerweise mit einem ihren Strahlen das Gebäude in Brand gesteckt hatte, wurde von einem der Blight-Angriffen niedergestreckt, konnte aber dank Refivify durch Ramius wieder ins Leben zurückgebracht werden… seltsam dabei wahr nur, dass sie mit einem ungewöhnlich lautem, entsetztem Schrei wieder zu sich kam. Am Ende wurde der letzte, sich auf dem Dach versteckte Gegner dadurch enttarnt, weil er das Gleichgewicht verlohrt, als Ramius einen Blitz ins Dach einschlagen ließ, um das Feuer durch den Regen gelöscht zu bekommen. Der Mann viel Krachend auf den Boden, rappelte sich auch und versuchte den Priester anzugreifen, nur um von einem weiteren Blitz aus dem Leben geholt zu werden. Dankbar, wie die Wizards of Wine waren, schickten sie ein Faß nach Valckys, während die drei Gefährten eines für die Ortschaft Krest mitnehmen konnten. Nur das Ogen auf dem Weg nach Krest über irgendetwas auf dem Weg stolperte, das sich als Tintenfaß herausstellte, das man nicht ansehen konnte, ohne das einem dabei Schlecht wurde. (Angebracht wahr eine Nachricht, dass das Ganze als Präsent von einem Verehrer zu verstehen sei.)

Und nachdem endlich der Alkohol wieder fließen konnte wurde man als Gäste im Haus des Bürgermeisters von Krest willkommen geheißen. Es gab nicht all zu viel zu erfahren, wichtig wahr nur, dass man sich nicht mehr daran erinnerte, wer der Abt der Heiligen Markovia jetzt genau sei. Man erzähle sich nur, dass er anscheinend seid 100 Jahren an diesem Ort sich befände, niemals gealtert sei und nur gelegentlich nach etwas Wein forderte, aber ansonsten zurückgezogen lebe. Einige der Bewohner Krests befürchteten sogar ob dieses Umstandes, dass der Abt eventuell nur Strahd in einer Maske sei.
Der Rest schien zumindest für den Augenblick von eher geringer Bedeutung zu sein. Nur das der Bürgermeister vor kurzem einen persönlichen Schicksalsschlag erlitten hatte, weil sein Sohn an einer Krankheit verstorben sei.

Da Ramius vom Wiedergänger noch die Asche hatte, versuchte er während der Nacht den Toten zu beschwören, um ihm einige Fragen zu stellen. Dumemrweise kam es zu etwas anderem: Anstelle von welchem Abbild auch immer erhob sich roter Rauch aus der Asche und eine Stimme fragte, wer es sich wagte den Herrn dieses Landes zu rufen. Irritiert blickten sich die drei Gefährten an und nur durch ein wenig herumgedruckse (Auch wenn Ramius feststellte das er natürlich ein gläubiger Anhäger – seiner Gottheit – sei) konnte man auf deise Weise vermutlich den ersten Kontakt mit dem Fürsten Strahd für sich verbuchen. Nur das dieser irgendwie der Ansicht war, dass die Gefährten ihm seine Braut bringen würden. Ramius versuchte zu erklären, dass hier anscheinend eine gesonderte Mauer der Toten existieren würde, an der Seelen nach ihrem Tod gelangen. Und das Stahd innerhalb dieser Zwischenebene anscheinend die Kontrolle über eben diese Mauer hatte, weswegen er sich als störender Faktor in den Versuch der Gefährten einschalten konnte, ein wenig Licht in die gesamte Situation zu kriegen.

Am nächsten Morgen erwacht Ogen unter lautem Gekreische aus dem Schlaf und beginnt sich erst zu beruhigen, nachdem Drusilla ihr ein paar Ohrfeigen verpasst hatte, um sie wieder zu klaren Gedanken zu bringen. Unschlüssig über die ganzen Gerüchte rund um Krest und das am vorigen Abend ansonsten noch Geschehene unterhielten sich Ogen und Ismack darüber, ob man wirklich Irina an diesem Ort belassen wollte, weswegen der Junge darum bat, die Abteil zusammen mit den Gefährten aufzusuchen, um dort nach dem Rechten zu sehen.

Was man vor Ort fand wahr allerdings um einiges Komplizierter: Anscheinend hatte der Abt eine seltsame Vorliebe, Schimären aus Menschen zu erschaffen. Selbst stellte sich das Wesen als Deva heraus, das auf dieser Ebene gefangen sei, bis der Fürst erlösung gefunden habe. (Was er aber damit nicht meinte wahr, dass der Vampir erschlagen gehörte.) Stattdessen hatte der Deva ein anderes Ziel: Ihm ging es darum, Strahd die perfekte Braut vorzusetzen. Anscheinend hatte dieser seine Frau vor Ewigkeiten verloren und sei jetzt auf der Suche nach deren reinkarnierter Seele. Sämtliche Versuche, die entsprechenden Frauen zu Vampiren zu machen und somit bis in alle Ewigkeit an sich zu binden, seien Gescheitert. Jetzt hatte der Deva aber einen anderen Plan: Er hatte einen Fleischgolem geschaffen, in dem er die Seele der Braut einpflanzen wollte. Er suche jetzt nur nach einem passenden Kleid. (Das das höhere Wesen nicht wirklich viel Feingefühl besaß hatten ebreits die seltsamen Chimären-Artigen Wesenheiten bewiesen. Anscheinend handelte es sich hierbei um die überlebenden einer Familie Lepra-Infizeirter, die sich von ihm Heilung versprachen und die Hoffnung zu besseren Wesen zu werden. Als Folge darauf hatte er sie mit allerlei Tierteilen verbunden, um die abgefallenen Körperteile zu ersetzen. Und nicht alle hatte diese Prozedur bei klarem Verstand überlebt.)
Auf dem Rückweg spinnen Ramius und Ogen einen bescheuerten Plan aus, dass man Irina und den Fürsten eventuell doch über die Fleischgolem-Lösung zusammenführen könnte. Jedoch nicht gegen den Willen Irinas. Da müsste man eventuell herausfinden, ob die Chemie zwischen den beiden doch stimme… und Ogen sponn so etwas wie ein Kandlelight-Dinner zusammen, das an einem Ort stattfinden würde, den man möglichst sicher vorher abschirmen würde, indem man einen heiligen Bannkreis um diesen Ort setzte. (Wobei nicht ganz klar war, ob man Jetzt den Fürsten in diesem Bannkreis einlassen würde, zumindest ging das nicht so ganz aus den entsprechenden Planungsansätzen heraus.)

Nur dürfte ein weiteres Ereignis wohl diesen doch sehr einfach erscheinenden Lösungsweg ein jähes Ende setzen: Die Frau des Bürgermeisters kommt uns entgegen geeilt und offenbahrt uns, dass Irina verschwunden sei. Nach einigem Suchen findet man sie an einem Teich aus dem sich eine Figur aus Wasser abbildet, die wie ein junger Mann aussieht. Er bezeichnet Irina als „Tatjana“, die von sich aus von einem „Sergeij“ spricht und in freudiger Erwartung auf ihn zurennt. Allerdings hat „Das Land“ wohl auch noch etwas dabei mitzureden, denn mit einem grollenden „Sie ist Mein!“ landet ein Blitz im See, der die Wasserfigur in Rauch auflöst. Irina ruft wiederholt unter Tränen den Namen Sergeij, und lässt sich nur Mühselig davon abhalten ins Wasser zu springen. Insgesamt befällt die Gefährten, dass es bei dieser ganzen Geschichte um deutlich mehr als nur eine verflossene Liebe geht. Doch was diese Menage-a-Trois dann in Wirklichkeit noch zu bieten habe, müsste man jetzt erst herausfinden.

Freitag, 19. April 2019

Bodennebel am Morgen… und nichts als Sorgen (D&D 05)


Ich hatte ja schon andeutungen zur genüge gemacht. (Und ich weiß gerade nicht ob Teddy drüben auf den neuen Abenteuern auch schon etwas in die Richtung geschrieben hatte.) Aber: Wir haben die Kampagne in unserer D&D5-Runde gewechselt. Von daher werde ich bei den weiteren Zahlungen deiser Spielberichte hier auch gar nicht erst mehr unbedingt den Titel großartig beifügen. Von Hoard of the Dragon Queen wurde auf Curse of Strahd gewechselt. Dementsprechend sind wir von den Vergessen Reichen nach Ravenloft übergeweselt und müssen uns jetzt der Frage des Vampirismus stellen. (Und was ansonsten noch so anfallen mag.)


Und somit befanden sich unsere drei Reisegefährten weiterhin auf der Straße nach Waterdeep ihren Auftrag folgend, dem Drachenkult das schändliche Handwerk zu legen. Dennoch zeigte das eher tägliche Geschäft einer Karawanen-Wache für den Augenblick mehr Aufmerksamkeit zu fordern, nachdem ein Kundschafter der vorausgeritten war wieder zur Karawane stieß und von riesigen Fußabdrücken berichtete. Dieses Ereignis wiederum verleitete Ramius dazu mit Ogen breit über seine Erfahrungen im Zusammenhang mit Riesen zu philosophieren und sich in Spekulationen auszulassen wie harmlos und unbedeutend diese Sichtung doch sein müsste. Der Karawanenführer, für den die drei Gefährten zumindest dem Schein nach arbeiteten, war allerdings anderer Meinung und bat diese darum, vorauszureiten und bei Bedarf den Weg abzusichern. (Und wie man immer so schön sagt: Derjenige der die Rechnung bezahlt, bestimmt den Weg den es langgeht.)
In diesem Sinne schwangen sich Ramius, Ogen und Drusilla auf Pfeder und ritten den Weg ein weites stück fort, bis sie – mitten in einem Waldgebiet – einen Baum vorfanden, der Mitten über die Straße gelegt worden war und den weiteren Weg blockierte. Nur um kurz darauf von einigen Orks erklommen zu werden, während aus der Ferne immer wieder ein lautes Donnern erklang.
Sich selbst für diesen Umstand allerdings bestens vorbereitet sehend entschlossen sich Ramius und Ogen kurzerhand dafür den Baum als ein Ziel für zwei gleichzeitig abgefuerte Blitze zu sehen, was mit einem lauten Knall gefolgt von diversen Einzelteilen aus Baum und Orks begleitet wurde. (Und so, liebe Kinder, wurde in den vergessen Reichen die Schrapnell-Attacke erfunden.)
Doch blieb nur wenig Ziet sich für diesen genialen Einfall selbst zu feiern, weil nur Augenblicke später ein großer Hügelriese heraneilte und aus einer anderen Richtung eine große, häßliche Gestallt mit nur einem Auge sowie ein Ork-Shamane erschien. Mit einem kurzen Blick sich gegenseitig zuversicht gebend machten sich die Gefährten daran, diesem Angriff nach Möglichkeit einhalt zu ergeben. Drusilla startete diese Runde, indem sie eines ihrer Wurfmesser nach dem Ork warf und anschließend ihrem Pferd die Sporen gab, um den Ork einfach zu überennen.
In der Zwischenzeit lies Ramius einen Blitz in den Riesen hineinfahren, nur um anschließend von einem verkohlten Ding niedergeknüppelt zu werden. Weniger Glück hingegen hatte Ogen, die einfach vom Zyklopen niedergestreckt wurde.
Den entscheidenden Strech hingegen schaffte Drusilla anscheinend nur wenige Augenblicke später zu erreichen, als sie mit einem ihrer Schwerter auf den Schamanen einhieb und einen dermaßen glücklichen Treffer erzielte, dass dessen Kopf mit einem Mal Meter weit von dessem Körper entfernt auf dem Boden aufschlug. (Zufällig Posen Drusillas, die entfernte Ähnlichkeit mit Golfspielern hatten wären natürlich nur an den Haaren herbeigezogen gewesen.)
Doch Zeitgleich hatte das anscheinend einen Effekt auf die beiden großen Monster gehabt, die sich irritiert umblickten und in irgendeine Himmelrichtung davon zu gehen schienen. Drusilla wendete ihr Pferd um Ogen zur Hilfe zu eilen. Jedoch hatte Ramius anscheinend noch lange nicht genug des Kampfes gehabtund versuchte viel mehr sogar Streit anzufangen. Denn obwohl der Hügelriese, gegen den sich der Priester bis dahin einigermaßen Kompetent gewehrt hatte, ebenfalls einfach nur weggehen wollte, hatte sich der Priester anscheinend in einen Kampfrausch gesteigert und brachte den Riesen zuerst mit einem Blitz wieder in Wut geraten und in den Angriff übergehen. Doch nur weitere Blitze später veränderte sich das übergroße Lebewesen in einen Haufen schwehlenden, verbannten Fleisches. In der Zwischenzeit hatte Drusilla Ogen zuerst erfolglos nach einem Heiltrank durchsucht und versuchte es danach mit mehr konventionellen Mitteln ihre Gefährtin im Leben zu erhalten. Und auch wenn es am Ende Ramius eingreifen war, der anscheinend gerade den Blitz als mächtiges Mittel des Wandels für die Landschaft verstand, während er die Tieflingsdame aus Sigil wiederbelebte, wurde auch der Ork als einzige unbeschädigte Leiche geplündert und eine Phiole dabei sichergestellt.

Und erst auf dem Rückweg beginnt so langsam der Bodennebel sich zu heben. Was sich aber noch nicht all zu negativ auf die weitere Reise auswirkt. Die Karawane allerdings nahm die Geshcichten ob der vermeitlichen Heldentaten mit Begeisterung auf. Und in der nähe von Neverwinter, die Stadt bereits in sichtbarer Ferne, schlug man das nächste Lager auf. Ogen und Ramius versuchten zu diesem Zeitpunkt die Phiole des Schamanen zu untersuchen, konnten jedoch nicht mehr feststellen, als das diese anscheinend einen magischen Effekt mit sich bringen würde. Drusilla hingegen, unzufrieden mit ihrer Leistung während des Kampfes am Wurfmesser, nutzte die Ruhepause vor der Nachtruhe, um ihre Fingerfertigkeit wieder etwas zu üben, was bei einigen anderen Karawanenmitgliedern anscheinend einen dermaßen hohen Schaueffekt als Abwechslung hatte, das sich ein paar Münzen damit zusätzlich erbeuten konnte.

Als der nächste Morgen anbrach erwachten die drei Gefährten von dichtem Nebel umgeben. Unbeeindruckt sich über Neverwinter austauschend bemerkten Ramius und Ogen nicht, das etwas in der Umgebung nicht stimmte. Und erst Drusillas scharfen Elfenohren war es zu verdanken, dass über der Landschaft eine ungewöhnlich bleierne Stille lag. Als nächste Hinweise stellte sich heraus, dass die Feuerstelle, an der man eigentlich ein entsprechende Frühstück hatte einnehmen wollen, nicht aufzufinden war. Und zum Schluß beobachte Drusilla, das der Verlauf der Straße, an der man bislang gereist wahr, über Nacht eine andere Himmelsrichtung angenommen hatte. (Bisher war man einer Nord-Süd-Straße gefolgt. Hier aber folgte die Straße von Westen nach Osten.) Daovn unbetrübt zeigen sich Ramius und Ogen eher interessiert der Tatsache, dass man anscheinend in eine andere Ebene gewechselt hätte. (Wenn die beiden auch nicht herausstellen konnte, wo im Multiversum man sich jetzt befinden mochte.) Und auch für den weiteren Verlauf des Weges bedurfte es eines Münzwurfs, um den Westen festzulegen.

Und somit bedurfte es einiger Stunden Fußweges, ehe man an ein großes, steinernes Tor gelangte, dass sich erst in dem Moment lautlos öffnete, als die drei Gefährten wirklich auf dieses entschlossen zutraten. Und so wie man dieses durchschritten hatte, schlossen sich beide Torflügel auch wieder. Jedoch nahm Dursillas Nase auf der anderen Seite auch den Geruch des Todes wahr. Was zu dem Fund einer Leiche führte, die einen Brief in der Hand hielt. Ein aufgebrochenes Siegel später erfuhr man aus der Schrift, dass der Bürgermeister von Barovia darum bat, seine Ortschaft aufzugeben, da diese von Vampiren heimgesucht sei und es keinerlei Hoffnung mehr für die armen Seelen innerhalb der Ortschaft gäbe. Jedoch sollte das restliche, umliegende Land gerettet werden. Ramius als Priester und umgeben von Arcadi überlegte bereits, wie er eventuell in der Lage sei, die Ortschaft mit heiligen Symbolen abgeriegelt bekäme, wie es der Brief forderte. Jedoch zwangen die Geräusche herannahender Wölfe die Gefährten sehr schnell dazu die Straße wieder aufzusuchen und weiter zu ziehen. Und so erreichte man nach einiger Zeit eine extrem Trostlos aussehende Ortschaft, in der man sich ein Gasthaus suchte, um die Nacht dort zu verbringen. Was man findet ist eine Taverne Namens „Blood on the Wine“, die aber wohl ursprünglich mal den Titel „Blood of the Wine“ getragen hatte, ehe sie mit ein wenig Farbe umgetauft wurde. Und nachdem man die Taverne betreten hatte, erntete man eisernes Schweigen, das aber vor allen Ogen und Drusilla galt, deren Aussehen in dieser reinen Menschenumgebung besonders hervorstach. Und eher mühselig konnte man vom wortkargen und abweisenden Wirt so etwas wie eine warme Mahlzeit ordern. Auf der anderen Seite schienen ausschließlich Mitglieder, die man grob einem fahrendem Volk zuordnen konnte, den drei Gefährten aufgeschlossen gegenüber zu sein. Jedoch schien ein kurzer Moment vermeintlich wissender Erleuchtung sehr schnell wieder in sich zusammenzubrechen, nachdem die Männer Ramius „dem Geruch nach“ Tiefwasser und Ogen der Stadt Cursed zuordneten, aber keinerlei Wissen über die Ebenen und ihrem Aufbau an sich vorweisen konnten.
Jedoch erhalten die Drei eine Einladung für den nächsten Tag ins Lager der Männer, da sich in diesem eine weise Frau und Praktizierende Wahrsagerin aufhalten würde. Ebenso erfährt man über diese Männer, das der Graf der Baronie nur ungern Fremde empfängt und man erst einen Boten schicken müsste, um nach einer Audienz zu fragen.

Und nach einigen weitern Worten erfährt man, dass der Bürgermeister dieser Ortschaft, Koljan Intovitsch, erst vor kurzem verstorben sei… dummerweise von seinem Sohn, der die drei Gefährten aber auch um Hilfe bittet, um seine Schwester nach Valacki zu schaffen, damit diese außerhalb des Einflusses des Monster von einem Fürsten, der Bestie Strahd in Sicherheit währe.
Den Brief, der zwar den richtigen Namen der Tochter aufweist, wurde von dem Sohn nur verwirrt betrachtet und damit kommentiert, das er nicht in der Handschrift seines Vaters geschrieben sei. Auch mit diesem vereinbahrt man ein weiteres Treffen am nächsten Tag.

Und während sich Drusilla und Ramius in die Zimmer zurückziehen, was dazu führt, dass Drusilla kurz bevor der Schlaf sie endgültig ins Reich der Träume herabzieht, eine riesige Fledermaus vor ihrem Zimmer sieht, hat Ogen im Schankraum noch eine Begegnung mit einem sehr blassen Mann Namens Andrei Antonovich, der sich als Gesannten des Fürstens Strahd zu erkennen gibt. Dieser erwartet eine Erklärung von Ogen, was diese und ihre Gefährten in den Ländereien seines Fürsten zu suchen haben. Und auf diesem Weg wird zumindest so etwas wie ein Termin für eine Audienz angeleiert.

Am nächsten Morgen machen sich die drei Gefährten wie vereinbart auf den Weg zum Lager der Vestani. Jedoch wird dieser Weg noch einmal kurzfristig unterbrochen, da den beiden ein paar Kinder entgegenkommen und um Hilfe bitten, weil in dem Haus der Familie ein Monster hause, das dem Baby Angst machen würde. Man entschließt sich dazu, zumindest kurz einen Blick das entsprechende Haus zuwerfen. Vor Ort machen die beiden Andeutungen, dass das Monster im Keller sei, der aber nur durch einen Geheimgang im Dachboden betretbar währe. Während die drei Gefährten also das Haus langsam erkunden erscheint in einem der oberen Stockwerke im Zimmer des Kindermädchens eine Gestallt, die sich als Specter herausstellt, laut schreit und irgendwie vertrieben werden kann. Man entschließt sich zuerst den Termin im Vestani-Lager wahrzunehmen und anschließend sich nochmal dem Haus zu widmen.

Im Vestani-Lager erfahren die drei Gefährten dann – nachdem sich die Seherin durch ihr eigentlich unbekannte Details über die Drei als vertrauenswert erwiesen hat – in einer Sitzung mit den Tarocka-Karten Hinweise, die für die Zukunft noch interessant sein könnten. So gibt es die üblichen, verschlüsselten Hinweise auf einen hohen Ort mit sprechendem Stein, der die Geschichte entschlüsseln könnte, sowie auf einen Magierturm an einem See. Ein Sonnenlichtschwert soll helfen. Und dummerweise sind es am Ende die Drei, welche das Übel allein bezingen müssen.
Zuletzt gibt es noch einen kryptischen Hinweiß, das Barovia das Land sei, welches Strahd als Belohnung erhalten habe, nachdem er mit den Mächten der Finsternis einen Pakt eingegangen sei.

Auf dem Rückweg wirft man schließlich nochmal einen Blick in das alte Haus und entschlüsselt über mehrere Räume eine Familien-Tragödie. So scheint es, als wäre der Vater dem Irrglauben erlegen, er könne sich ebenfalls in einen Zustand von Unsterblichkeit versetzen, weswegen er mehrere, gefälschte Manuskripte über Zauberei in seinen Besitz gebracht hatte, bis er den Zorn des Fürsten endgültig auf sich gezogen hatte, der auf eine nicht näher erfahrbare Weise Rache genommen hatte. Und man entdeckte die Skelette der beiden Kinder, welche zum Schutz in ihrem eigenen Kinderzimmer eingeschlossen wurden, nur um in diesem zu verhungern. Mit Hilfe eines Puppenhauses, das einen perfekten Nachbau des Hauses darstellte, konnte man schließlich den Zugang zum Keller entdecken und auch wenn Ramius und Drusilla kurzfristig von den Geistern der Kinder beherrscht wurden, konnte man zum einen die leeren Särge für diese beiden Entdecken und stieß anschließend in das Kellergewölbe leicht vor. (Jedoch erwies sich dieses als größer als erwartet, weswegen man auch hier abbrach, um zu einem späteren Zeitpunkt sich das Ganze noch einmal anzusehen.)

Als man sich dann dem Haus des Bürgermeisters näherte stellten die drei Gefährten fest, dass dieses in keinem sonderlich guten Zustand sich befand. Auch zeugten diverse Spuren um das Gebäude drum herum, dass des Nachts hier anscheinend einiges an Wölfen und/oder Werwölfen sein Unwesen trieb. Als man an die Tür klopfte, meldete sich eine weibliche Stimme und nur mit sehr viel Mühe schafften es Ramius und Ogen Irina Koljana davon zu überzeugen, ihnen Einlass zu gewähren. Die Tochter des verstorbenen Bürgermeisters erzählte ihnen, dass ihr Bruder zwei Stunde zuvor aufgebrochen sei, um die Gefährten zu suchen. Außerdem sah man, dass der Verschiedene immer noch aufgebahrt in seinem Wohnzimmer stand, wo die Tochter die ganze Zeit über die Totenwache gehalten hatte, weil keiner aus dem Dorf den Mut aufgebracht hatte, ihr dabei zu helfen, den Sarg zum Tempel ans Nordende der Stadt zu bringen, um ihren Adoptiv-Vater beisetzen zu können.

Somit tragen alle Vier den Sarg durch die Stadt, nur um den Tempel zu erreichen, der anscheinend lediglich von einem Priester noch bewohnt wird, der aber von seinem Gott verlassen in Angst und Schande vor sich hinvegetiert. Ramisu erklärt sich kurzerhand bereit, den Tempel für seine Gottheit zu übernehmen und jetzt alles durchzuführen, beginnt aber ein Entsetztes Menetekel darüber, dass in dieser Ortschaft der Brauch existierte, die Toten zu begraben, anstelle sie einfach den Elementen auszusetzen. Nach der Beerdigung spricht der Priester die drei Gefährten an und bittet diese ebenfalls – ähnlich wie Irinas Bruder am Abend zuvor – die junge Frau in Sicherheit zu bringen. Er schlägt neben der nächsten befestigten Stadt außerdem noch die Ortscahft Krest vor, da dort die Abtei von Skt. Markovia stände.

Da der Priester etwas mehr über die Gegend zu wissen scheint, fragt Ramisu nach einigen Details aus der Weissagung aus dem Vestani-Lager. Anscheinend steht am Baratogsee ein verlassener Magierturm.

Kaum beim Haus des Bürgermeisters angekommen laufen stoßen die Vier auf Isnack Koljanivoich, der sie fragt, wo sie gewesen seien. Trotz allem scheint er äußerst erfreut darüber zu sein, dass seine Schwester Irina bereits eingewilligt habe, in Sicherheit gebracht zu werden. Und er ist überrascht, dass der Vorschlag mit der Abtei in seinen Augen gar nicht so dumm währe. Schließlich organisisert man Pferde und macht sich auf den weiteren Weg.

Montag, 8. April 2019

Rezension: Folterverliebt (Hack/Slash Band 10)

Cover: Folterverliebt
Hack/Slash Band 10
Verlag: cross cult
„Hey, welches Klischee haben wir bis jetzt noch nicht aufgegriffen, dass unser großes Vorbild Buffy aufweist?“ - „Hmm... also in der Comicserie, die der achten Staffel entsprechen soll gibt es einen kurzen Storyark, der eine Zukunftsperspektive darstellt.“ - „Hey, geil. Das machen wir. Nur wir erzählen eine Apokalypse-Fassung.“

So oder so ähnlich muss wohl der entsprechende Gedankengang verlaufen sein, der den Storyark beschreibt, der vom zehnten Band Hack/Slash zusammengefasst wird. Die gesammte Geschichte beginnt im Grunde 14 Jahre in der Zukunft. Liberty Lochs, die man bis hierhin für Tod hielt hat sich anscheinend durch einen Zeitsprung in die Zukunft gehext und kämpft nun um eine Möglichkeit, um wieder in die Vergangenheit zu kommen. Ihr Ziel: Cassie Hack vor deren unnatürlichen Tod durch die Hand von Akakios, dem „Mordmessias“ zu warnen, dass sie eine Zukunft in der die meisten Menschen zu Slashern geworden sind, verhindern muss.

„Am Scheideweg“ ist das Nachbeben dieser seltsamen Zukunft. Cassie und Vlad, genauso wie Samhain und Ava, die in der Zwischenzeit auf Chris und Lisa aufpassen, machen eine fürchterliche Entdeckung: Alte bekannte sind aus ihren Gräbern auferstanden und zurückgekehrt. Nur das sowohl der Acid Angel als auch Bobby Brunswick sich verändert haben: Sie sind nicht mehr nur die von Mordlust getriebenen, boshaften Tötungsmaschinen. Mit einem Mal sind sie auch noch wieder zu rationalem Denken fähig. (Und hinter all dem verbirgt sich anscheinend nichts anderes als das Licht der schwarzen Laterne.) Nur das Cassie und Vlad auch noch einen schweren Entschluß an dieser Stelle treffen müssen.

„Nächtliche Totenwache in Eminence“ erzählt die Erfahrungen, die ein ausgebrannter Chris am Grab von Maggie Reilly Nachts macht. Hier erfährt er auch noch, wie sie eigentlich mit ihrer wahren, dunklen Seite in das ganze Konzept des Slasher-Angriffs hineingepasst hat. (Falls dies das große Abschiedszenario sein sollte, verlassen wir Chris als gebrochenen Mann.

Wenn ich jetzt ganz ehrlich sein soll: Ich glaube, dass man trotz des gesamten Erfolges hinter Hack/Slash als fortlaufende Serie irgendwann einen zu großen Fokus auf zu viele Figuren gelegt hatte, die als „Scooby Gang“ einfach nicht Sinnvoll funktionieren konnten, solange das wichtigste erzählende Vehikel der Roadtrip ist.. Prinzipiell muss man nämlich eines sagen: Jeweils einzeln betrachtet funktionieren die Bände sehr gut für sich, was den jeweiligen einzelnen Storybogen angeht: In der Gesamtheit aber fragt man sich, warum diese zurückgelassene Truppe überhaupt unterstützend zur Seite steht. (Und wenn man dann noch oben drauf davon ausgeht, dass sämtliche Erzählungen über Cassie online erklärt werden, während sie eventuell noch an einer Geschichte arbeitet bleibt die ganze Zeit über diese Frage nach der Polizei übrig.)
Insofern stellt sich jetzt die Frage: Wie funktioniert das Duo Cassie-Vlad in ihrer ursprünglichen, geteilten Einsamkeit hiernach? Zumal man im Grunde ab jetzt tatsächlich alle Geschichten Variieren kann, die bis hierhin noch mit „normalen“ Slashern funktioniert haben. (Ich vermute einfach mal, dass den Machern von hack/Slash irgendwann im verlauf ihrer Geschichte selbst aufgegangen ist, dass Figuren wie Freddy Krüger zwar Ikonisch für ihr Genre sind, in ihrem Status als Untote aber die Ausnahme darstellen. Und vor allen Dingen können intelligente Bösewichter umso gefährlicher agieren.) Jedenfalls hoffe ich, dass mit den ganzen in diesem Band präsentierten neuen Erkenntnissen über neue Figuren wie Samhain und den veräderten, alten Slasher, die zurück gekehrt sind, auch endgültig eine gründlichere Veränderung der Art der Erzählung entsteht.

Potentiell sind in all diesen Dingen jetzt sehr viele lose Fäden aufgebaut worden, zusammengefügt und mit einigen entsprechenden Interpretationen akzentuiert worden. Von daher wird das Ganze wohl wieder auf irgendwas anderes am Ende hinauslaufen, dass man dann erneut nicht vorhersehen konnte. Nur steht eines bei dieser ganzen Sache fest: Die Slasher sind erneut aufgetaucht, um eine neue Geschichte zu erzählen. Die Frage ist jetzt nur, welche Akzente dabei gesetzt werden, weil man jetzt eine neue Unterart in die Geschichte einführt, die mit einem mal intelligent ist und nicht nur einfach blindlinks ein Ziel verfolgt.

Fazit


Ich glaube ich habe hier schon viele Male darüber geschrieben, dass ich die einzelnen Bände für sich betrachtet sehr hoch schätze. (Und die gesammte Serie von Anfang an eigentlich mit ziemlicher Begeisterung gelesen habe.) Jedoch hat sich hier Band für Band eine ziemliches, thematisches Chaos entwickelt. Derzeit ist es tatsächich so: Für sich betrachtet ist jeder Band einzeln eine sehr spannende und überaus interessante Erzählung. Das Problem ist nru: Das hier ist shcon lange keine Geschichte mehr, die „nur“ in einzelnen One-Shot-Geschichten funktioniert. Und ich befürchte fast, dass Hack/Slash an eine Stelle angekommen ist, die schon lange nicht mehr wirklich funktioniert hatte.

Montag, 1. April 2019

Rezension: My first Maniac. Wie alles bagann. (Hack/Slash Band 09)

Cover: My first Maniac. Wie alles Begann
Hack/Slash 09
Verlag: cross cult Verlag
Also… wenn man davon ausgeht, dass man den Druck in der Erwartung in der eigenen Erzählung nicht mehr aushällt, weil man urplötzlich eine Bewegung in Richtung „Meta“ unternommen hat. Was ist dann die definitiv dümmste Idee, um sich aus dem ganzen Quatsch rauszuhauen?
Richtig: Man startet einen heimlichen Reboot des ganzen und erzählt den Quatsch von Anfang an in der Rückschau.

„My first Maniac – Wie alles begann“ ist die Geschichte von Cassandra Hack aus ihrer eigenen Perspektive. Zusammengefasst in einem Tagebuch. (Zugegeben, dass ist nur die halbe Wahrheit: Natürlich werden entsprechende Szenen Comci-Typisch erzählt. Der Punkt bei der Sache ist nur, dass der Kontext in dem die Geschichte von ihren einzelnen Szenen zusammengeführt wird in Form von Tagebucheinträgen erfasst wird.) Wir erfahren auf diesem Weg, wie eine verstörrte, junge Teenagerin ihr Tagebuch mit einem Eintrag beginnt, der genau zu dem Zeitpunkt spielt, der kurz nach dem Erlegen des Slashers spielt, der ihr Leben zur Hölle gemacht hat: Die Lunchlady, Cassies eigene Mutter. Was also in dieser HInsicht passiert ist anschließend eine Geschichte, in der dieses junge Mädchen eine Leiche beseitigt, sämtliche Personen verschreckt, denen sie irgendwie noch nahe stand und danach mit einer groben Ahnung von Gerüchten, die von Wesen erzählen, die ähnliche Attribute wie die Lunchlady vorweisen, in die Staaten von Amerika ausrückt. Sie versucht dabei den Zugang zur Lieblingsopfergruppe derjenigen zu finden, die ihr vollkommen unbekannt waren: Teenager. Und sie findet weitere Slasher, die sie erledigen muss. Genauso wie ihr so langsam aber Sicher seltsame Menschen über den Weg laufen.

„Ich ohne dich“ Ist dann wiederrum eine andere Geschichte. Man erfährt, wie eine einsame Frau auf der Flucht mit ihrem entstelltem Baby ums Leben kommt. Und man erfährt, wie Jahre später ein riesiger Mann Namens Vlad seinem Zievater – dessen Profession er erlernt hatte - am Sterbebett nochmals diese Geschichte erzählt. Was danach folgt ist ein unglaubliches Chaos, bei dem Vlad sich mit einer Person anfreundet und diese Freundschaft sowohl pflegen kann, nur um den Freund danach wieder zu verlieren. Und während Vlad anschließend noch feststellt, dass er von da an allein und für sich ist sieht man als abschließendes Bild noch, wie eine junge Dame mit dunklen Haaren und bewaffnet mit einem Baseball-Schläger von oben auf ihn springt.

Und den Abschluss bildet dann der erste Teil von „Trailers“ ab. Hier metzeln sich Cassie und Vlad durch diverse Kurzgeschichten, die unterschiedlich gestalltet wurden und allesamt Anspielungen auf verschiedene Klassiker des Slasher-Genres sind. (Mir fehlte zwar auch noch „Peeping Tom“, aber immerhin was Psycho darunter.)

Wie ich bereits sagte: Das hier ist so ziemlich das größte Beispiel für Feigheit, um sich aus einer verzwickten Lage herauszuwinden. Dadurch das hier eben nicht an sich der problematische Weg des „Meta“ erzählens gegangen wird, sondern im Kern entweder zuverlässige oder unzuverlässige Erzähler über die Geschichte sich verlieren, wie sie in die Richtung ihren Weg gegangen sind, den sie hier aufgegriffen haben. Und wenn man das dann noch mit der Trailer-Geschichte verbindet wird dieser Band im Kern auf eine sehr ursprüngliche Weise „Meta“. Allerdings ist das auch auf eine sehr ursprüngliche Weise schlecht: Diese Form von Präsentation war nämlich nicht notwendig. Versteht das nicht falsch: Inhaltlich und Stilistisch betrachtet sind die jeweiligen Geschichten durchaus sehenswert. Das Problem dabei ist allerdings, dass diese Origin-Storys insgesamt vollkommen überflüssig ist. Wir kennen aus diversen Rückblenden warum Cassie auf Slasherjagdt ist. Was wir allerdings in diesem Zusammenhang bis hierhin nicht brauchten, war die tatsächliche „reine Wahrheit“. Wir wussten, dass Cassie ein traumatisches Erlebnis hinter sich hatte, dass sie definiert hat. Der Punkt bei der ganzen Sache ist dann nur, dass wir dabei nichts brauchten, was eine absolute Wahrheit erzeugt, die dann absolut ist. Besser wäre es gewesen, einfach Cassie als Potentielle unzuverlässige Erzählerin zu lassen, die Flashbacks an ein Ereignis eventuell erfährt, dass nur in ihrem Kopf so war, sie aber anschließend auf die richtige Spur gebracht hatte. So wie hier hingegen wird das alles zu Real.

Fazit


 Für sich betrachtet ein guter Band, der defintiv interessant zu lesen ist. Aber wenn man das ganze in dem gesamten Zusammenhang betrachtet wird das früher oder später deutlich schwieriger. Das Problem ist halt, dass wir hier gerade einen Moment haben, der nichts mit dem Konzept der Jagt an sich zu tun hat. Das wissen darüber, was Cassie und Vlad machen ist ausreichend. Da die Serie aber insgesamt ein einziger Road-Movie im Kern der Geschichte ist, spielt es keine wirkliche Rolle, wie es dazu kam. Und genau deswegen sitzt man da mit gemischten Gefühlen an dem Band und fragt sich, warum man überhaupt den Quatsch an sich macht.

Montag, 25. März 2019

Rezension: Superhelden Sidekick Schlachtfest (Hack/Slash Band 08)

Cover: Superhelden Sidekick Schlachtfest
Hack/Slash 08
Verlag: crosscult
Ich hatte in der Rezension zum letzten Band glaube ich geschrieben, dass ich mir nicht ganz sicher bin, in welche Richtung die Serie von hier an weiter geht. Womit ich nicht so wirklich gerechnet hatte war, dass Tim Seelie vorbereitungen in eine Richtung getroffen hatte, alles so Richtig Meta werden zu lassen. (Wie man es so schön nennt.)

Das Namensgebende „Superhelden Sidekick Schlachtfest“ ist eine längere Erzählung, die anscheinend ursprünglich auf eine Idee zurückgeht, die für Marvel-Comics entwickelt wurde, dann aber auf Hack/Slash umgemünzt wurde. Technisch geht es darum, dass eine Horde Loser einen Weg finden, um auf künstlichem Wege an Superheldenkräfte zu gelangen. (Wobei zu großen Teilen eine historische Herleitung über maskierte Vigilanten in Form von Comicerzählungen im Stil verschiedener Jahrzehnte aufgezeigt werden.) Dazu kommt dann noch im Sinne von „Watchmen“ eine Prise einer einzigen Figur mit wirklichen, geradezu göttlichen Kräften hinzu und obendrauf noch ein Weg, diese Power anzuzapfen. Tja, das wäre solange alles shiny, bis irgendjemand auf die Idee kommt mit einem Messer nach auf alles einzustechen, was gerade Superheldenkräfte erlangt hatte. (Und dabei auch noch in einem Samhain-Ähnlichem Kostüm auftritt. Überhaupt hat die Gruppe, die Samhain erschaffen hat, wohl im Hintergrund immer noch sehr viel damit zu tun.)

Und wo wir gerade bei Marvel sind: „Hackoween“ ist die Geschichte, wie Cassie und Vlad in eine Welt der Archetypen versetzt werden. Um genau zu sein: In eine Welt der Archetypen die Scheinbar irgendeine seltsame Form von SciFi definierend bestimmt hat. Und diese Wird gerade in einer parodistischen Form von Zombies überrannt. (Und wer im letzten Jahrzehnt nur halbwegs den amerikansichen Comicmarkt verfolgt hat weiß, dass Marvel in irgendeinem seiner Zahlreichen alternaivten Universen von zombifizierten Varianten der eigenen Superhelden überrannt wurde. (Die dann wirklich das gesammte Universum verzehrt haben.) Die Zombi-Superhelden, die hier gegen einen „Kürbismann“ kämpfen (der einer der Ihren eigentlich wäre) sind durch die Bank weg karikierende Zitate eben jener Superhelden. (Wobei sich diese Welt durchaus in Grenzen darüber bewusst ist, dass sie eine wandelnde Karikatur von Geschichten ist.) Das macht Einiges sehr interessant. Noch nicht perfekt, aber man bemerkt, wie stark die Macher hinter Hack/Slash daran gearbeitet haben, sich aus dem Konzept einer stringenten Storyline zu lösen.

Ehrlich gesagt: Ich war mir nicht ganz sicher, worauf dieser Band hinauslaufen würde, nachdem ich das Cover zum ersten mal gesehen hatte. (Technisch gesehen hätte ich nach ein paar Szenen, die sich um „Mary Shelly Lovecraft“ drehten bereits stutzig werden müssen, aber letzten Endes hatte Hack/Slash schon vorher ein paar seltsame, verrückte Szenen gehabt, die auf irgendwas anderes anspielten.) Ich wusste von Anfang an, dass Hack/Slash als Serie auf ihre Weise ein bestimmtes Genre parodiert hatte. (Okay, technisch gesehen ist es die Parodie auf eine Parodie. Aber was solls?)
Der Punkt bei der ganzen Geschichte ist nur, dass dieses sehr enge befolgen der Konventionen des Slashergenres hier deswegen aufgebrochen wird, weil man nicht länger einfach nur die jeweiligen Teenies getötet sehen möchte. Dadurch, dass dann eine Veränderung dieses Status Quo zustande kommt, indem man das „Wir bringen die Wehrlosen um“-Genre in ein „Wir bringen die Übermenschen um“-Genre umwandelt kommt eine sehr viel andere Konzeption zustande, die man nicht mal eben „einfach so“ begreifen kann. Ich würde jetzt am ehesten Vermuten, dass hier ein weiterer „Tanz“ dieser Art sich in den folgenden Ausgaben ergiebt, bis Hack/Slash bei weitem nicht mehr das ist, was es mal war. Die Frage dabei ist dann nur: Welche Genres kann man soweit aufbrechen, dass ein Slasher (und sei es nur die eigentlich falsche Interpretation eines Untoten, wie sie in dieser Serie bis jetzt forciert wurde) wieder stimmig hineinpasst.

Fazit


Ich habe gerade wirklich Bauchschmerzen. Hack/Slash war ein zufälliger Erfolg, der über eine gewisse Zeit von Jahren lief und dabei häufig des Weg des „neu Erfinden“ laufen musste. (Wobei man hinzufügen muss, dass die Serie immerhin ein „Autoren Comic“ in diesem Zeitraum geblieben ist.) Das jetzt mit einem mal der entsprechende Bruch passiert, der den Versuch daszustellen scheint einfach einmal alles umzustülpen ist verwirrend. Sicher, ein halbwegs regelmäßiges „Neuerfinden“ der ursprünglichen Vision kann nicht schaden: Nur ich befürchte jetzt gerade eben, dass alles kurz davor steht gänzlich umzukippen. Der Band für sich betrachtet passt wurnderbar. Man hat hier zwei Geschichten erschaffen, die in dieser Form wirklich miteinander harmonieren, aber letzten Endes ist das hier imme rnoch eine zusammenhängende Erzählung, die mal hier und mal da aus dem Rahmen fällt. Das hier eigentlich alles passt, ist gut. Das hier auf der anderen Seite ein paar Dinge nicht miteinander harmonieren könnten, was die längere Perspektive angeht, ist ein anderes Problem. Von daher müssen wir hier halt eben abwarten. Abwarten und Tee trinken.