Montag, 30. Dezember 2019

2019: Kein all zu schönes Jahr.


Tja. Und damit sitze ich jetzt mal wieder mitten in der Nacht an meiner Tastatur und starre das mit Klischees überlastete Weiß eines lehren Textdokumentes an, während ich mir Gedanken über das im Sterben liegende Jahr 2019 nochmal durch den Kopf gehen lasse. Und was soll ich sagen: Irgendwie hinterlässt dieses Jahr einen sehr bitteren Beigeschmack.

Der Blog ist untot, Jim.

Fangen wir also einfach mal mit dem offensichtlichen an: Der Blog hier hat in diesem Jahr ziemlich gestottert, was die reguläre Motoraktivität angeht. Das liegt daran, dass ich ziemlich eingebunden wurde, was meine derzeitige Arbeits-Situation angeht und dabei dann immer sehr genau darüber nachdenken musste, was ich jetzt eigentlich machen möchte, wenn dann doch einmal Zeit für irgendwelche Hobby-Aspekte vorhanden war. (Um genau zu sein kam es dabei dann sehr oft auch einfach zu Momenten reiner Prokrastination. Sei es jetzt einfach willkürliches Youtube-Versumpfen oder eben Wikipedia-Hyperlinkgeklicke: Irgendwie entdeckte ich mich am Ende sehr oft dabei, dass ich eben nichts „sinnvolles“ mehr zustande bekam.) Das Ganze ist in gewisser Weise beschämend, aber leider der Fall, der sich nicht mehr ändern lässt. Ich muss jetzt für mich herausfinden, wie ich das Ganze anderweitig gelöst bekomme, um wieder auf den Sinnvollsten „Modus Operandi“ zurückzukommen. Aber: Was habe ich denn überhaupt hinbekommen?

Das Hobby und drumrum.

Fangen wir also erstmal mit dem offensichtlichen an: Vor einem Jahr hat mich der gute Infernal_Teddy ja dabei erwischt, wie ich schwach genug wahr, um mich wieder auf die Idee des Tabletop-Spielens einzulassen. Jetzt kam es dabei dazu, dass ich mir als erstes das soziale Netzwerk Instagram dadurch erschlossen habe. Und daran kann man dann im Grunde auch festmachen, wie wenig ich tatsächlich im Grunde geschafft habe. Wobei das eigentlich auch nur bedingt stimmt.
Hierbei muss ich ein wenig ausholen: Im Grunde wahr meine Faszination an 40K primär an die Fraktion der Sisters of Battle gekoppelt. (Und fragt mich nicht wieso: Die Töchter des Imperators vom Adeptus Sororitas haben in den 90ern irgendwie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Daher habe ich jetzt eine Übergangsfraktion in Form der Chaos Space Marines, bestehend aus den Death Guard Miniaturen aus der Dark Imperium Grundbox und den „normaleren“ Chaos Space Marines der Schattenspeer-Box. Allerdings: Ich bin schon deutlich eher über die Miniaturen von Raging Heroes gestolpert. Und bin da irgendwo auf die Dunkel Elfen geklickt. Und dann noch Harpyen und diverse Lustelfen, die sich erstaunlich gut mit D&D irgendwie kombinieren ließen. Und somit stellt die fünfte Edition von D&D jetzt eine Form von Ausrede dar, warum ich diverse Miniaturen eher nach dem Aspekt des Gefallens einkaufe, als nach dem konkreten Nutzen in irgendeinem Spiel. Und in diesem Zusammenhang habe ich auch im Rahmen von verschiedenen Miniaturen Prokrastiniert: Ihr wisst noch gar nicht, wie viele Miniaturen im Zustand zusammengebaut und weiß Grundiert hier mittlerweile rumstehen. (Allerdings jetzt auch schon wieder grau und ungrundiert, da ich die Chaos Space Marines aus der Schattenspeerbox jetzt erst zusammengebaut habe. Ach ja: Und natürlich die Sisters of Battle Box. Ich habe von der allerdings eher zufällig noch ein Exemplar in der englischen Variante erbeuten können.) Jetzt muss ich natürlich zusehen, dass ich den ganzen Kram noch irgendwie bemalt bekomme. Aber das kann man dann auf Instagram verfolgen.

Aber wenigstens bin ich nicht gänzlich untätig geblieben was das spielen des Hobbys anbelangt: Hier auf dem Blog habe ich ja bereits die D&D-Runde bei Infernal_Teddy schon weitestegehnd verfolgt. Was fehlt sind jetzt allerdings noch drei Sitzungen mit den Ereignissen, die noch rund um das Schloss Ravenloft geschehen sind. (Ja: Wir haben diese Kampagne mittlerweile beendet.) Dazu laufen noch zwei weitere Runden, die allerdings nicht am Tisch, sondern ausschließlich online über entsprechende Programme laufen: Regelmäßig haben wir es bis hierhin geschafft die Halequin-Kampagne mit Shadowrun 5 Regeln fortzuführen. Und das auch noch mit erstaunlich wenig Feuergefechten, weil wir bis hierhin weitestgehend klug bestimmte Hürden genommen haben. Wir haben da zwar eine kleinere Unterbrechung, in der wir jetzt mit dem System „Beyond the Wall“ einen kurzen, studentischen Aufenthalt eines einer unserer Mitstreiterinnen in Japan überbrücken. Die andere Runde, eine oWoD-Runde, die Schwerpunktmäßig die Transylvanienchroniken verfolgt, kämpft im Moment mit den Tücken der bescheidenen Internet-Leitungen in Deutschland.

Jedenfalls freue ich mich im Moment darauf, eine gewisse Zeit Numenera ausprobieren zu können, was jetzt als Nachfolge für Strahd in den Startlöchern steht.

Die Consaison

Was ihr euch denken könnt ist ja der Umstand, das ich mich hier in NRW soweit es geht die meiste Zeit darum bemühe die Messen und Cons zu besuchen, die sich so ergeben. (Schon allein um manche Leute zu treffen, die man halt nur so etwa einmal im Jahr sehen kann.) Dummerweise hatten wir ja letztes Jahr das „Problem“ mit einem Mal an der Backe, dass die RPC nicht länger in der Form existiert. Und dementsprechend musste ich mir jetzt erstmal dieses Jahr ein paar neue Orte ansehen. Sei es jetzt die CCXP, die sich als ziemlich überteuert darstellt. (Und leider auch nur bedingt einen entsprechend interessanten Schwerpunkt setzt. Zumindest nicht so sehr, dass jemand wie ich mich jetzt unbedingt dazu gemüßigt fühle, um nochmal dahin zu gehen. Und das obwohl die Orkenspalter da eine ganz interessante Show geliefert haben.) Die Feencon hingegen war dann schon extrem überwältigend. Hierbei muss ich dann aber auch hinzufügen: Das lag vor allen Dingen daran, dass ich hier mit einer Erwartungshaltung heranging, die eher aus der Erfahrung mit der „Mitspielen“ entsprungen ist, welche das Blutschwerterforum einige Jahr lang veranstaltet hatte. (Und ich habe zumindest den Plan für mich gesetzt, dass ich im nächsten mal nochmal Feencon-Luft schnuppern will.) Und dann wahr da noch dieser kleine Umstand, dass Wesel das neue Nerdmekka in NRW werden will. Die Brettspielkiste, ein Laden der hier in Dinslaken beheimatet ist, hatte ja ursprünglich mit dem Uhrwerkverlag letztes Jahr ein neues Ereignis Namens „Eulencon“ angedacht. Nur das der Uhrwerkverlang dann Anfang des Jahres Insolvenz beantragen musste und sich somit die Idee der Eulencon noch einmal auf neue Beine stellen musste. Heraus kam die Niederrheincon. Und auch wenn hier natürlich noch einige Dinge fehlen (und ich keine Kaffee-Tasse mehr bekommen habe) wahr das trotzdem ein vielversprechende Ereignis. Wir müssen also nachsehen, was sich dabei noch so alles ergeben wird.

Videobombing, Baby.

Dieser Punkt ist jetzt ein wenig Lustig gemein. Allerdings hat er damit zu tun, dass ich mich eher zufällig in dem einen oder anderen Video online wiedergfunden habe. Insofern verlinke ich jetzt hier einfach mal den Kram, in dem ich mich wiedergefunden habe.

Den Anfang macht das OrkenspalterTV-Interview mit Ulisses Spiele, die so unglaublich viel Platz in Köln für sich ergattern konnten, das tatsächlich noch Platz für einen Eskape-Room und ein eigenes Streaming-Studio da war. Ich hatte das fragwürdige Vergnügen zu dem Zeitpunkt gerade an dem Stand-Teil von Yvis Nerd&Geek-Wolrd zu stehen und dort die entsprechenden Wahren zu bestaunen.



Dann hatte Thomas Michalski im Vorfeld der Feencon dazu aufgerufen (wenn man Lust auf „Unfug“ habe) im Dorp-Shirt zu erscheinen, um sich in einem entsprechend ablichten zu lassen. Heraus kam eine omage an Apples „Think Different“ Werbekampagne aus den 90ern, von der ich selbst noch nichts in der Form vorher gehört hatte. (Zugegeben: Meine aktive Apple Werbeclipphase lässt sich sehr stark auf die „Knutschkugel“-Werbespots rund um den iMac G3 herunterbrechen.) Jedenfalls habe ich mir es nicht nehmen lassen in diesem Clip, der den Grundgedanken von „Here‘s to the crazy ones“ aufgreift, ebenfalls in einem Bild auf einem Pfal zu hocken.



Und dann wahr da noch diese ein Zufallsentdeckung, mit der ich in dieser Form nicht gerechnet hatte. (Und die mich immer noch darüber nachdenken lässt, ob das Bild jetzt wirklich nur zufällig entstanden ist und reinsortiert wurde, oder ob da der mir selbstverständlich unbekannte Michael Jägers mehr wusste, was er da vor der Linse hatte. (Okay: Unbekannt meint in diesem Fall jetzt auch nur, dass ich nicht weiß, was für ein Gesicht sich hinter dem Namen versteckt. Die Stimme von Michael Jägers kenne ich mittlerweile aus dessem Podcast zur genüge.)) Jedenfalls wahr das schon eine ziemlich Überraschung, als ich meinen Hinterkopf in dem Trailer für die Niederrheincon 2020 entdeckte, wie ich da am Thomarillion-Stand mir Sachen ansehe. (Und vermutlich schon über den Erwerb der hellenistisch inspirierten Statuen nachdenke.)


The Ugly

Die unschöne Komponente dieses Jahr wahr eine Situation des Verlustes: Bei meinem Vater wurde im August ein bösartiger Tumor festgestellt, dem er Ende November erlag. Aktuell hängt dementsprechend meine gesammte Familie etwas neben der Spur und wir versuchen so nach und nach herauszufinden, wie es jetzt weiter gehen soll.
Nur der schmerzhafte Teil dieser Komponente ist für mich deswegen so bitter, weil ich meinen Eltern eine ganze Menge zu verdanken habe, was mein hier und jetzt angeht. Ich bin sicherlich nicht immer einfach gewesen, aber die Beiden haben immer Versucht mich nach Möglichkeiten zu unterstützen. Darum ärgere ich mich im Moment auch am meisten über mich selbst, weil ich hier nicht so ganz die treffenden Worte Finde, um zu beschreiben, wie es mir damit geht. Nur: Dieses Ereignis hat mich zu einem gewissen Grad ganz schön aus der Spur gerissen, auch wenn ich irgendwie versuche Ablenkung zu suchen. Sollte ich also in nächster Zeit einfahc nur sporadisch weiterhin hier nur bei Gelegenheit Dinge Posten, könnte es auch damit zu tun haben. Und sollten hier ein paar absurdere Themen eventuell folgen, könnte es auch damit zu tun haben, dass ich irgendwo noch etwas verarbeiten muss. Ich weiß, dass viele einen gewissen Heilungsprozess irgendwo sehen. Nur im Moment fühle ich mich innerlich einfach immer noch sehr leer.

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