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Cover: Matra Milan Talisman Himari Band 07 Verlag: Planet Manga |
Zur Rezension des
letzten Bandes hatte ich ja schon die Vermutung geäußert, dass im
Verlauf der folgenden Bände vermutlich noch mehr über die Natur der
Ayakashis auf die eine oder andere Weise offenbart wird. Womit ich
nicht gerechnet hatte war, dass die entsprechende
„Auslösergeschichte“ ausgerechnet hier gleich nachgereicht wird:
Der Band beginnt damit, dass Himari sich mit dem fliegenden Ayakashi
unterhält, mit dem der letzte Band endete, und anschließend den
Kampf sucht, um ihren jungen Herrn zu verteidigen.
Die Folge daraus ist
allerdings auch, dass Yuuto einen kleinen Einblick in das
vollständige Wesen seiner Beschützerin bekommt und daraus folgend
anscheinend einen schweren Entschluss fasst: Er nimmt sein Schicksal
als Oni-Töter an, wobei der Grund dahinter anscheinend eher der ist,
Himari zu beschützen. Und darauf folgt dann eine Menge hartem
Trainings, allerdings werden auch weitere Figuren einegführt, die
man auf beiden Seiten bislang nur Angedeutet hatte. (Von daher werden
jetzt wohl auch die Oni-Töter-Familien nach und nach weiter
beleuchtet werden, aber vermutlich auch die Ayakashis, die sich um
den neunschwänzigen Fuchs formieren.)
Den Abschluss bildet
dann ein Tag in einem Feriengebiet fürs Schiefahren. Hier bitten die
anwesenden Ayakashi Yuuto um Hilfe, wozu er auch durchaus bereit ist.
Allerdings kommt es hier zu einer verfänglichen Situation:
Ausgerechnet in einem Onsen, in dem es bereits zu einer etwas
verfänglicheren Situation zwischen Yuuto, Liz und einer Schneefrau
gekommen ist, macht sich mit einem mal die neunschwänzige Füchsin
an Yuuto ran. (Unerkannt wohlgemerkt. Zumindest fürs Erste.)
So langsam wird die
ganze Geschichte mehr und mehr zu einer Erzählung über das
Erwachsenwerden. In diesem Band sieht man zum ersten mal tatsächlich
Brüste dargestellt. (Also, die Blankgezogene Variante wohlgemerkt.)
Der Punkt dabei ist aber auch, dass auf diesem Weg das „um Yuuto
ringen“ eine wesentlich neue Dimension erlangt, weil hier anders
als Bislang nicht das vermeitliche „Eigentumsverhältnis“,
sondern tatsächlich das Thema physischer Weiblichkeit dabei zum
Tragen kommt. (Kombiniert man das dann noch mit Himaris kurzem
Ausraster, der die Katze als eine deutlich finstere Person darstellt,
könnte man – angesichts der Tatsache, dass Yuuto der Protagonist
in diesem Kammerspiel ist – auf die Idee kommen, dass der zentrale
Kniff an diesem Band eine gar nicht mal so unwahrscheinliche Angst
vor dem erwachen der weiblichen Sexualität zum Thema hat…. Und die
zusätzlich in diesem Band eingeführte Hitsugi Yakouin mit ihrer
Fähigkeit der Absoluten Wahrnehmung ist so etwas wie die zynische
Biologie-Lehererin, die ganz genau weiß, wohin die Reise geht. (Ich
bin ja schon still, was dieses Überinterpretieren von Dingen
angeht.)
Punkt bei der ganzen
Sache ist jedenfalls, dass dieser Band einen neuen Ton anschlägt,
der so eventuell vorher noch nicht in der Serie war. (Und ich muss
zugeben, dass ich für das Harem-Genre zu wenig Vertreter gelesen
habe, um abschätzen zu können, dass sich solche Dinge im üblichen
Rahmen abspielen.) Sollte sich dieser Ansatz wirklich aufrecht
erhalten, dann haben wir hier wirklich einen sehr starken Vertreter
des Echi-Vorwurfs. Allerdings bleibt es Abseits davon den Prinzipien
einer leichten, seichten Comedy-Reihe rund um die erwachende Liebe
unter Jugendlichen treu. (Okay, natürlich garniert mit den
entsprechenden Faktoren die man schlicht mit dem Wort „japnisch“
umschreibt.)
Fazit
Gott, was soll ich
jetzt dazu sagen? Der siebte Band dreht ein wenig an ein paar
Stellschrauben und entlässt mit einem mal den Mädchen-Zirkus. Der
Punkt bei dieser ganzen Sache ist halt, dass das Ganze dem Bild
entspricht, dass ich bislang als „Stilmittel“ für das
Harem-Genre identifiziert zu haben meine. Insofern macht das Ganze
eigentlich alles Richtig, überdreht jetz tin diesem Band nru ein
wenig, weil die weiblichen Figuren nochmal mit einer zusätzlichen
Schüppe obendruaf präsentiert werden. Insofern ist das alles jetzt
gerade, soweit man diesen Band für sich jetzt betrachtet, mit einem
gewissen Geschmack versehen, aber ansonstne weiß der Band durchaus
zu unterhalten. (Und ganz ehrlich: Wenn man nicht stellenweise damit
rechnen würde, dass entsprechende Szenen existieren, würde man
nicht unbedingt auf eine solche Reihe zurückgreifen, was die eigene
Untrerhaltung betrifft.) Insofern kann man im Moment eigentlich nur
reinen gewissens sagen, dass die ganze Sache „nett“ ist.
Inwiefern da aber mehr bei herumkommt, muss man wohl wirklich jetzt
abwarten.