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Cover: Hiroki Endo Eden Band 04 Verlag: EMA:adult |
Der vierte Band von
Eden bleibt weiterhin auf dem Schlachtfeld der erzählten Gegenwart.
Nur das diesmal ein Rückblick auf Kenji im Fokus steht. Wir
erfahren, dass dieser in einer Art paramilitärischen Gang Namens
„Artisan“ (wobei das eher ein Meta-Begriff ist, als ein
wirklicher „Gangname“) aufgewachsen ist und gegen den Willen
seines großen Bruders zum Krieger deren Sache wurde. Die Geschichte,
die heir erzählt wird ist weiterhin im Zusammenhang dieser
fragwürdigen, grauen Moral gehalten, die sämtliche Mitglieder der
Gruppe Rund um den Oberst irgendwie verbidnet. Und wir erfahren, dass
Kenji scheinbar inmitten des ersten Schlachtfeldes zwischen den im
letzten Band eingeführten Aionen und Nomad das erste Blut vergossen
hat.
Insofern wird hier
nach und nach aufgezeigt, dass anscheinend jede Person in dieser Welt
zumindest bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eher unter den
Bedingungen einer bröckelden Fassade der Zivilisation erwachsen
werden musste um kurz darauf sich in eine Richtung zu überleben, die
nicht zwingend das ist, was man als positiv für die psychische
Gesundheit betrachten kann. (Um es mit Nietzsche auszudrücken: Kenji
hat die Grenze überschritten, die den Menschen, der gegen Monster
kämpft, vom Monster unterscheidet.)
Dadurch das der Band
aber auch mit einigen Helikoptern endet, die Nomad-Truppen in diesen
Strang der Erzählung bringen (und einen Bekannten von Eliahs Vater)
muss man wohl davon ausgehen, dass wir im nächsten Band dann den
Eitnrit in die Zivilisation und danach einige weitere absurde Momente
erleben werden, die diese Serie so stark macht.
Wenn wir allerdings
am Ende alles hochhalten, so sieht man auch hier, dass der spezielle
Twist in diesem Setting, das Closure-Virus einiges definiert, auch
wenn die Krnakheit an sich wohl deutlich geringere Ausmaße im ganzen
hatte, als wirklich apocalyptische Ausmaße vorzuweisen. (Insgesamt
kommt hier das Gegenstück zur Rollstuhlszene dann auch zum Tragen,
die wesentlich stärker im Gedächtnis bei mir geblieben ist, als es
der Anfang eigentlich getan hatte.
Fazit
Alles in allem ist
das hier ein weiteres „Originstory“-Band. Wir erfahren etwas mehr
über eine der ganzen Figuren, die wir bis hierhin kennen gelernt
haben. Nur das dieses Kennenlernen am Ende nur Dinge erklärt, aber
kein Verständnis für die jeweiligen Handlungsweisen der jeweiligen
Personen mit sich bringt. Die Tatsache, dass diese Welt einfach nur
Kaputt ist und deswegen anscheinend nur kaputte Personen
hervorbringt, zeigt das diese Serie wirklich mit dem Thema der
Menschlichkeit herumexperimentiert. Das mögen jeweils alles nur
Gedankenkonstrukte sein, aber das bedeutet auch, dass hier durchaus
einiges an Erfahrungen mit Menschen mitspielt. (Zumindest wenn man
die entsprechenden Personen für Glaubwürdig in ihrem jeweiligen
Rahmen hält. Auch wenn bei einigen Personen ungewöhnliche
Fähigkeiten zum tragen kommen, die sie irgendwie schon wieder fast
unglaubwürdig machen. Andererseits: Irgendwoher müssen die
Wuxia-Vorbilder in ihrer Bildästhetik dann auch wieder kommen.)
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