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Cover: Dance in the Vampire Bund Band 03 Verlag: Tokyopop |
Ich sitze hier
gerade und grübel darüber herum, was eine hinreichend pathetische
Einleitung wäre, die für diesen band jetzt gerade passend ist. Seis
drum: Der Kampf um die Jungfräulichkeit der Prinzessin Mina Tepes
geht weiter. Nachdem Akira im letzten Band den Formwandler Ivanovs
umgebracht hat, wird er immer noch von den beiden anderen Killern der
Fürsten verfolgt.
Überraschenderweise
kommt ihm dabei zum einen Inspektor Hama, der einzige weltliche
Polizist im Bund zur Hilfe, zum anderen stolpert er über den
Untergrund des Bundes. Wie sich herausstellt handelt es sich hier um
eine Welt unter der Oberfläche, die Mina speziell für die
Fangzahnlosen geschaffen hat. Ein sicherer Rückzugsort für all
diejenigen, die ihre tierischen Gelüste aufgaben, um sich ein Stück
Menschlichkeit zu bewahren. (Und wieder einmal frage ich mich, wie
viel WoD hier letzten Endes inspirierender Weise Pate gestanden
hatte.)
Was man hier erneut
merkt ist, dass sehr viel in der ganzen „Bund“-Thematik irgendwo
mit Macht und Unterdrückung thematisch gespielt wird. Und vor allen
Dingen, dass Mina sich eine Position als „Herrscherin des Volkes“
innerhalb dieses Narativs erarbeitet hat, da die Fangzahnlosen
ungeachtet ihrer eigenen Sicherheit alles in ihren eigenen
Fähigkeiten mögliche tun, um Akira zu unterstützen. Getreu meiner
eigenen Überzeugung, dass Spoiler keine Schande sind, sonder einem
sogar dabei helfen, die laufende Geschichte zu genießen, brauche ich
hier wohl nicht so viele Worte mehr zu verlieren, wenn ich sage, dass
Akira wieder erwarten aller Einschätzungen der Situation die Wette
tatsächlich für sich entscheiden kann. Die Fürsten werden mit
Schimpf und Schande aus dem Bund gescheucht und bemühen sich
trotzdem darum, so etwas wie ein Abschiedsgeschenk noch zu
hinterlassen. Immerhin wissen sie alle, dass Mina ein großes
Geheimnis trägt, sie wissen nur nicht, was dieses Darstellt.
Danach erfolgt dann
eine kurze Episode, die so etwas wie einen gewöhnlichen Alltag
darstellt. Normalität, wenn man so will. Der Grund dafür ist
nämlich, dass die Fangzahnlosen aufgrund eines speziellen Wunsches,
der ihnen gewährt wurde, zum ersten Mal die Schule besuchen können.
Mina und Yuki kommen sich außerdem darüber näher, dass Mina das
Vertrauen der verhinderten Schriftstellerin missbraucht hatte und den
Roman an dem Yuki arbeitet herumgereicht hat. (Als Ausgleich
präsentiert sie ein geheimes Fotoalbum mit Bildern von Akira als
kleiner Junge, das Yuki zu neuen Ideen inspirerit.) Und während
eines Sleepover-Treffens inmitten eisiger Kälte wird ein weiterer
Leibwächter für die Prinzessin in die Geshcichte eingeführt:
Angie. Die Person ist nur all zu vertraut mit Akira und sorgt für
reichlich entsetzen und Eiversucht bei den weiblichen Verehrern des
persönlichen Leibwächters der Prinzessin.
Der wirklich
spannende Punkt ist allerdings das Ende der gesammten Geschichte:
Mina kippt sprichwörtlich um. Anscheinend wurden ihr Nano-Maschienen
eingepflanzt, die sich inihrem Gehirn breit machen und eine spezielle
Information aus ihrem Unterbewusstsein zu extrahieren versuchen.
Während die Prinzessin also um ihr Leben kämpft und die Ehrengarde
vom Erdenklan verzuweifelt versucht die Hintermänner dieses
Anschlages zu identifizieren, werden wir als Leser Zeuge einer
Traumwelt. Mina träumt von einem anderen Leben, in dem sie sich zwar
ihrer eigentlichen Rolle als Prinzessin der Vampire anfangs bewusst
ist, aber in dieser Welt eigentlich ein normalsterbliches Mädchen
ist. Sie träumt sich in gewisser Weise durch ein Leben, wo sie mit
einem normalsterblichem Akira verlobt ist, der auf sie wartet. (Wir
erinnern uns: Akira ist zum Anfang der Geschichte 17 Jahre, während
Mina den Körper eines vielleicht zehnjärigen Kindes besitzt.) Der
Punkt bei dieser Sache ist: Minas Traumwelt ist eine glückliche
Realität, weil sie hier jemanden den sie wirklich liebt haben kann,
während die Realität selbst diese Person für sie immer auf Distanz
halten wird. (Das unterstriecht zwar insgesamt wieder mal den sehr
starken Romantik-Aspekt, der bei Dance in the Vampire Bund von Anfang
an mitschwang, allerdings sind wir hier immer noch meilenweit davon
entfernt, was sich gewisse andere Beispiele aus dem Metier geleistet
haben, die im vergangenem Jahrzehnt so nach und nach „in Mode“
gekommen waren.)
Jetzt sind wir
sozusagen bei diesem einen komischen Ding angekommen, dass ich
persönlich immer gerne als „Zwischenband“ bezeichne: Der Inhalt
dieses speziellen Bandes ist nicht sonderlich vielsagend. Trotzdem
hat man das Gefühl, dass insgesamt auf die weitere Entwicklung hier
ein paar Elemente eingepflanzt worden sind, die zu einem späteren
Zeitpunkt noch von Bedeutung sind.
Was schön ist, ist
die Darstellung der „Beziehung“ zwischen der Prinzessin und ihrem
Umfeld. Mal als Herrscherin, mal als etwas verwirrtes Kind. (Nicht zu
vergessen, dass der Spruch „ein von einem Muslim zubereiteter
Schweinebraten“ - obwohl zum derzeitigen Zeitpunkt wohl auf der
politischen Ebene eher problemtaisch zu betrachten, an mehreren Endes
aufgegriffen und verschieden karikiert wird. (Das ist jetzt föllig
aus dem Kontext gezogen, ich weiß. Der Punkt bei der Sache ist, dass
Akira an einer Stelle in der Geschichte der Jagdt auf ihn gerettet
wrid und von einer Person versorgt wird, die unglaublich gute
Kochkünste vorweist, obwohl sie kaum vernünftige Utensilien zur
Hand hat. Daraufhin kommen beide – also Akir aund sein Retter –
miteinander ins Gespräch über essgewohnheiten. Und die
entsprechende Textpassage fällt als vergleich, weil Akira im Grunde
ständig Nahrung zu sich nimmt, die von Vampiren zubereitet worden zu
sein scheint, welche selbst entweder schon seid sehr langer Zeit,
oder noch nie dazu in der Lage waren, entsprechende Lebensmittel
selbst zu kosten. Wodurch ein abstruser Mechanismus über die Frage
von Wissen über den richtigen Zustand einer entsprechenden Speise
entsteht. Das ist alles in Gewisser Weise ein wenig abstrus,
allerdings kommt es im weiteren verlauf dieses Bandes tatsächlich
auf die eine oder andere Weise häufiger dazu, dass ein Vampir etwas
zu Essen zubereitet und man dabei durchaus unterschiedliche Resultate
zu erzielen scheint. Jedenfalls dreht sich der gesamte Band irgendwie
darum: Hoffnungen und Schicksal und die Frage, was man stattdessen
eventuell so gerade eben noch gewinnen könnte.
Fazit
Wenn ich ganz
ehrlich sein soll: Die Hauptfrage in meinem Kopf lautet gerade „Was
zu Hölle soll der Quatsch?“ Andererseits: Es gab schon in einer
ganzen Reihe andere Serie, die deutlich schlechter waren als „Dance
in the Vampire Bund“ (wie auch in anderen, die deutlich besser
waren) schon solche Ansätze, das man einfach ein paar Elmeente ins
Spiel warf, die der Leser nur Bedingt irgendwo einordnen können
wird. Das Ganze ist heir sehr speziell und eigentlich wirft sich im
Moment nur die Ganze Zeit die Frage auf, ob nicht auch noch ein paar
andere, hier auch noch eingeführte Elemente eventuell irgendwei
anders ins Bild einfügen,a sls ie es im Mometn eigentlich wollen
sollen. Für den Augenblick werte ich diesen Band einfahc nicht,
sondern warte ab, was der vierte eventuell bringt. (Also ob dieser
einen Anstoß gibt, derr der Geschichte wieder Schwung zu verleihen
mag.) So wäre das Ganze einfahc nur eine Verlängerung einer „wir
stellen usn mal eine heile Welt vor, wenn es diese nach dem ganzen
Zoff hier eigentlich gäbe.“ Und das sind – wenn man sich
entsprechende Gegenbeispiele aus der TV-Landschaft der 90er Jahr emal
ansieht, meistens die schwächsten Folgen gewesen. Vor allen Dingen,
weil sie außer dem Hinweiß auf eine gute Idee keinen echten
Mehrwert brachten. Dieser Band hat dabei erstmal den Anschein, dass
er vielleicht irgendwie doch mehr sein könnte, weil die Figuren
isngesamt sehr häufig spekulieren, dass die entsprechende Situation
eventuell aus dieser oder jener Richtung herbeigeführt worden sein
könnte. Aber das muss man wohl wirklich abwarten. Für den
Augenblick wirkt es einfach nur „seltsam“.