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Cover: Hiroki Endo Eden Band 05 Verlag: EMA:adult |
Kurz ausgedrückt:
Im fünten Band geht es darum, das die heruntergekommene Zivilisation
sich nur dadurch vom Kriegsgebiet unterscheidet, indem hier das
Blutbad mit verdeckten Mitteln vorbereitet wird.
Die lange Erklärung:
Wie ich bereits vermutet hatte geht es mit dem fünften Band in
„zivilisierte“ Gefilde. Das Problem bei der Sache ist nur, dass
durch den Wechsel von einem umkämpften Kriegsgebiet zu dem Dschungel
der Großstadt sich nicht so viel verändert. In diesem Band erfahren
wir ein wenig über Sophias Hintergrund. Allerdings nur insoweit,
dass sie aus ihrem Gehirn bestimmte Daten extrahieren lässt, welche
scheinbar für die meisten Gruppen in dieser Geschichte irgendwo von
Interesse sind. Das Problem ist nur, dass sich diese Daten als „Maya“
herausstellen. Die künstliche Persönlichkeit eines künstlichen
Lebensform, welche sich wie ein Virus zu theoretischer
Unsterblichkeit kopieren kann. (Allerdings ständige
Weiterentwicklung im eigentlichen Sinne anstrebt und deswegen ihren
derzeitigen „Wirt“ in einem digitalen Gespräch über deren Leben
ausfragt. Man erfährt nicht viel über Sophia – zumindest nicht
soviel, wie man theoretisch zu erwarten hofft, wenn man den
Hintergrund von Kenji im letzten Band in betracht zieht. Aber
zumindest erahnt man, dass die gute Cyborg-Hackerin wohl im Kern eine
unglaublich eitle Persönlichkeit mit eher unterentwickelten sozialen
Kompetenzen zu sein scheint.
Allerdings bleibt es
nicht allein dabei: Eliah ist immer noch der eigentliche Fokus dieser
gesamten Geschichte. Letzten Endes scheint gerade die Geschichte
seiner Familie im allgemeinen und die daraus resultierenden Einflüsse
auf ihn im speziellen der tragende Aspekt hinter dieser ganzen „Saga“
zu sein. (Ich will jetzt nicht behaupten, dass wir es hier mit einer
ähnlichen Famlien-Sage zu tun hätten, wie es Star Wars für lange
Jahre war. Aber eine gewisse Parallele um einen verlorenen Sohn in
einer durch und durch zerrütteten Familie, zumindest solange es das
Umfeld betrifft, ist hier durchaus ebenfalls vorhanden.) Der Punkt
bei der ganzen Angelegenheit ist, dass wir innerhalb deises Bandes
erfahren, dass Eliahs Vater anscheinend ein Bündnis mit Propatria
beinahe eingegangen ist und jetzt diese Gruppierung versucht diesen
Mithilfe der Geiseln in Form von Hannah und Mana Ballard doch noch in
Reihe zu bekommen. Die Folge daraus ist ein verzweifelter
Befreieungsversuch auf einem Flughafen, bei dem Enoias Leute eine
Kooperation mit Nomad durchziehen. Das Ziel ist zum einen die
Befreiung der Geiseln, zum anderen aber auch noch die Bergung eines
speziellen Stücks Hardware: Mayas Körper.
Und in dieses Chaos
fällt Eliah noch zusätzlich mit einem repariertem Cherubun mit
hinein. Nur das er sowohl zusätzliche, sicherlich hilfreiche
Unterstützung auf diesem Weg geben kann, allerdings auch noch den
komplette Plan durch seine undurchdachte Handlung überhaupt in
Gefahr bringt.
Und heir kommen wir
letzten Endes zu dem großen Thema, dass irgendwo alle Fäden dieser
Erzählung mitbestimmt: Am Ende geht es in Eden um Entscheidungen,
die man im Leben trifft, ohne zu wissen, wie der jeweilige Ausgang
sein wird. Und diese Entscheidungen sind es dann, die Ausgänge
herbeiführen, mit denen die jeweiligen Personen leben müssen. Das
sind unschöne Ergebnisse, um die es gegen Ende geht. Aber wie es so
schön heißt: Kann man sicher sein, dass die Situation besser
ausgegangen wäre, wenn man sich überhaupt nicht zum Handeln
entschieden hätte?
Fazit
Eigentlich kann man
hier nur eines festhalten: Endo bleibt seinem immer wieder
auftretenden Prinzip treu, dass das Leben Scheiße ist. Denn dieser
Band endet mit dem krassen Gegenteil eines Happy Ends. Und irgendwie
sind alle Figuren, die in dieser Geschichte auftreten einfach nur
Arschlöcher.
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